Mehr Freiheit - weniger Staat

Entwicklungshilfe verhindert Entwicklung

"Aid does not increase investment and growth, nor benefit the poor as measured by improvements in human development indicators, but it does increase the size of government." Peter Boone, London School of Economics

Falscher Ansatz
Die Irrtümer der Entwicklungshelfer
Negatives Beispiel: Mikronesien
Positives Beispiel: Hong Kong
Handel statt Hilfe

Falscher Ansatz

"No one who has seen the evidence on aid effectiveness, can honestly say that aid is currently achieving its objective." Paul Collier, Oxford University, 1997.

Die Irrtümer der Entwicklungshelfer

Negatives Beispiel: Mikronesien

Dieser Archipel im Pazifik wurde 1945 Treuhandgebiet der USA. Die neue Verwaltung überschüttete ihre angeblich unmündigen Untertanen mit Wohltaten. Jeder Mikronesier hatte Anspruch auf kostenlose Kleidung, Nahrung und andere Dienste des Staates. Unter diesen Umständen gingen viele einheimische Bauern und Handwerker Konkurs, da es für ihre Waren keinen Markt mehr gab. Der Anreiz für eine Erwerbstätigkeit wurde geringer, da "Vater Staat" für alles sorgte. Es kam zu einer verhängnisvollen Spirale nach unten: je geringer die Produktivität - desto mehr "Hilfe" war erforderlich; eine Erhöhung der "Hilfe" führte aber direkt zu einer weiteren Senkung der Arbeitsleistung.

Von 1947 bis 1985 bezog Mikronesien, das 150.000 Einwohner hat, 2,4 Milliarden $ an Entwicklungshilfe. Die Agrarproduktion ging um 50% zurück und die Einfuhr von Lebensmitteln stieg um das Fünffache. Nach einigen Jahrzehnten Entwicklungshilfe waren die Mikronesier völlig von ihr abhängig geworden. Ein Einheimischer beschrieb das Problem so: "We have no technicians, no plumbers, no electricians...because the U.S.Government handed us everything and didn't ask us to do anything for ourselves."

Positives Beispiel: Hong Kong

Was ist nach der sozialistischen Entwicklungstheorie von einem Land zu erwarten, daß:

Nach der sozialistischen Lehre müßten alle Bewohner dieses Landes schon längst verhungert sein. Doch das Gegenteil davon ist eingetreten. Das kleine Land wurde zu einem der größten Exporteure der Welt. Viele entwickelte Staaten fühlten sich der neuen Konkurrenz nicht gewachsen und errichteten Handelsschranken gegen Einfuhren aus Hong Kong. Die Realeinkommen sind dort während der letzten Jahrzehnte stark gestiegen. Das Lohnniveau ist nur geringfügig niedriger als in Japan.

Wie war dieser Erfolg möglich? Hong Kong hat viele Empfehlungen aus dem liberalen Lehrbuch befolgt:

Hong Kong zeigt, daß ein starker Bevölkerungszuwachs keineswegs ein Entwicklungshindernis sein muß. Peter Bauer stellt dazu fest: "Hong Kong bears out that population increase is not an obstacle to progress, that suitably motivated people are assets not liabilities, agents of progress as well as its beneficiaries."

Es ist bemerkenswert, daß der Aufschwung Hong Kongs in einer Situation erfolgte, die von politischer Unfreiheit und wirtschaftlicher Freiheit gekennzeichnet war. Die britische Kolonialmacht hat erst kurz vor der Übergabe Hong Kongs an China die Wahl eines repräsentativen Parlaments zugelassen. Peter Bauer verweist mit Recht darauf, daß diese Besonderheit der politischen Rahmenbedingungen weitreichende Folgen hatte: "The absence of election promises, together with an open economy and limited government, have much reduced the prizes of political activity and hence the interest in organizing pressure groups."

Zwischen wirtschaftlicher und politischer Freiheit gibt es keinen eindeutigen Zusammenhang. Einerseits gilt: wenn die wirtschaftliche Freiheit eingeschränkt wird, kann die politische Freiheit nicht erhalten bleiben und geht schrittweise verloren, wie Friedrich von Hayek in Der Weg in die Knechtschaft nachgewiesen hat. Andererseits ist es möglich, eine weitgehende wirtschaftliche Freiheit in einem System relativer politischer Unfreiheit zu haben.

"The relation between political and economic freedom is complex and by no means unilateral." Milton Friedman

"Hong Kong should remind us that a non-elective government can be more limited than an elected one; and that for most ordinary people it is arguably more important whether government is limited or unlimited than whether it is elective or non-elective." Peter Bauer

Handel statt Hilfe

Wer den Entwicklungsländern helfen will, muß ihnen freien Zugang zu den Märkten der entwickelten Staaten gewähren, indem man alle Einfuhrzölle und Mengenbeschränkungen für Importwaren abschafft. Nur der Freihandel gewährleistet eine nachhaltige Einkommenssteigerung der Armen, siehe unsere Seite über Globalisierung.

Die sogenannte Entwicklungshilfe nutzt nur den Helfern, schadet aber denen, für die sie angeblich gedacht ist. Folgende Rückbaumaßnahmen sind erforderlich:

"Most rich nations use their foreign aid budgets mainly to employ their own people and to sell their own goods, with poverty reduction as an afterthought... Aid-funding projects create massive bureaucracies, which quickly become corrupt and inefficient, incurring huge losses... Aid money still goes to expand government spending, often acting against the interests of the market economy... Foreign aid becomes a kind of charity for the powerful while the poor get poorer." Muhammed Yunus, Gründer der Grameen Bank

Literaturhinweis

Bauer, Peter: Equality, the Third World and economic delusion. Harvard University Press, Cambridge, Massachusetts, 1981. ISBN 0-674-25986-6.

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