Mehr Freiheit - weniger Staat

Vorschläge zum Verbraucherschutz

"Aus der Kriegsschule des Lebens. - Was mich nicht umbringt, macht mich stärker." Friedrich Nietzsche

Wir alle kennen den vom Staat erzwungenen Warnhinweis in jeder Fernseh-Werbung für Medikamente: "Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker".

Warum dieser Zwangshinweis? Wer benötigt ihn? Hätten Sie es gewußt? Kennen Sie jemand, der das nicht weiß? Glauben die Politiker, daß es auch nur einen einzigen Menschen gibt, der diese Botschaft verstehen kann und gleichzeitig nicht weiß, wo er nachsehen oder fragen soll, wenn er Arzneimittel konsumiert? Warum glauben die Politiker, daß uns diese wichtige Botschaft jahrein/jahraus eingehämmert werden muß? Weil wir die Warnung von Werbespot zu Werbespot vergessen würden? Welches Menschenbild liegt dieser EU-Verordnung zugrunde? Kann man von einer Bevölkerung, die nach Meinung ihrer Vormünder so viel Anleitung notwendig hat, überhaupt noch eine selbstverantwortliche Handlung erwarten? Dürfen uns noch politische Wahlen zugemutet werden, wenn wir schon beim Arzneimittelkauf einer ständigen Anleitung bedürfen?

Es gibt zur Erklärung dieser Vorschrift 3 Hypothesen:

Hat schon jemand errechnet, um welchen Betrag diese Vorschrift die Werbeausgaben der Pharmaindustrie erhöht und damit auch die Einnahmen der Medienschaffenden? Liegt hier der Grund, warum die große Mehrzahl der Journalisten diese Nonsense-Regelung niemals kritisiert hat?

Und zu schlechter letzt ein Aspekt, der uns sehr am Herzen liegt: die vorgeschriebene Formulierung ist sexistisch! Politisch korrekt wäre es, "Ärzte und Ärztinnen oder Apotheker und Apothekerinnen" nach Risiken und Nebenwirkungen zu fragen. Wo bleiben in diesem Fall die hochbezahlten Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten, die sonst so wachsam jeden Anschlag auf die Würde der Frau abwehren?

Wenn schon Warnhinweise, dann bitte sinnvolle. Die politischen Parteien müßten verpflichtet werden, in ihre TV-Werbesendungen, mit denen wir zu Wahlzeiten agitiert werden, folgende Warnung aufzunehmen:
"Zu Risiken und Nebenwirkungen Ihrer politischen Entscheidungen lesen Sie Ihren Steuerbescheid und fragen Sie arbeitslose Arbeitnehmer oder in den Bankrott getriebene Unternehmer."

Wie dem auch sei, wir wollen hier nicht nur negativ sein, sondern diese grandiose Idee aufgreifen und selbst einige Vorschläge für dringend notwendige Warnhinweise geben:

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