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Literaturempfehlungen

Wir haben für jene, die wenig Zeit haben, sich mit Politik zu beschäftigen, eine Minimalliste von Büchern zusammengestellt, die einen Überblick über die liberale Weltsicht gewähren.
1. Die Grundpositionen des Liberalismus
Ludwig von Mises: Liberalismus
Nachdruck der Originalausgabe von 1927
Sankt Augustin, Academia Verlag, 1993
ISBN 3-88345-428-1

Mises gibt nicht nur einen Überblick über das politische Programm des Liberalismus, sondern er zeigt auch dessen moralische Grundlage. Uns ist bis heute keine bessere Einführung in das freiheitliche Denken bekannt. Ein Blick in das Inhaltsverzeichnis des Buches zeigt, wie umfassend Mises das Thema behandelt:

Inhaltsverzeichnis:

  1. Einleitung
    1. Der Liberalismus
    2. Die materielle Wohlfahrt
    3. Der Rationalismus
    4. Das Ziel des Liberalismus
    5. Liberalismus und Kapitalismus
    6. Die psychischen Wurzeln des Antiliberalismus
  2. Die Grundlagen liberaler Politik
    1. Eigentum
    2. Freiheit
    3. Frieden
    4. Gleichheit
    5. Die Ungleichheit der Einkommens- und Vermögensverhältnisse
    6. Das Sondereigentum und die Ethik
    7. Der Staat und die Regierung
    8. Demokratie
    9. Kritik der Gewalttheorie
    10. Das Argument des Faszismus
    11. Die Grenzen der Regierungstätigkeit
    12. Toleranz
    13. Der Staat und das antisoziale Verhalten
  3. Liberale Wirtschaftspolitik
    1. Die Organisation der Volkswirtschaft
    2. Das Sondereigentum und seine Kritiker
    3. Das Sondereigentum und die Regierung
    4. Die Undurchführbarkeit des Sozialismus
    5. Der Interventionismus
    6. Der Kapitalismus als die einzig mögliche Ordnung der gesellschaftlichen Beziehungen
    7. Kartelle und Monopole und der Liberalismus
    8. Bureaukratisierung
  4. Liberale Außenpolitik
    1. Die Staatsgrenzen
    2. Das Selbstbestimmungsrecht
    3. Die politischen Grundlagen des Friedens
    4. Nationalismus
    5. Imperialismus
    6. Kolonialpolitik
    7. Freihandel
    8. Freizügigkeit
    9. Die Vereinigten Staaten von Europa
    10. Der Völkerbund
    11. Rußland
  5. Der Liberalismus und die politischen Parteien
    1. Der "Doktrinarismus"der Liberalen
    2. Die politischen Parteien
    3. Die Krise des Parlamentarismus und die Idee des Stände- oder Wirtschaftsparlaments
    4. Die Sonderinteressenparteien und der Liberalismus
    5. Parteipropaganda und Parteiapparat
    6. Die Partei des Kapitals?
  6. Die Zukunft des Liberalismus
2. Die Verbrechen des Kommunismus
Stéphane Courtois (Hrsg.): Schwarzbuch des Kommunismus
Unterdrückung, Verbrechen und Terror

München und Zürich, Piper Verlag, 2004 (1997)
ISBN 3-492-04664-9

Welche politischen Ereignisse fallen Ihnen ein, wenn Sie an den Januar 1933 denken? Die Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland? Richtig, aber zur selben Zeit geschah noch etwas von singulärer Bedeutung, das bis heute verdrängt, verschwiegen, verleugnet oder ignoriert wird. In der Sowjetunion verhungerten damals Millionen Bauern, nicht etwa wegen einer Naturkatastrophe, sondern weil das kommunistische Regime sie bewußt und planvoll in den Hungertod getrieben hatte.

Es ist das Verdienst der französischen Historikergruppe um Stéphane Courtois, das ganze Ausmaß der kommunistischen Verbrechen zu dokumentieren. Besonders empfehlenswert sind die Abhandlungen von:

Wir sind es den Opfern des Kommunismus schuldig, sie nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Verbrechen, die nicht als solche benannt und verurteilt werden, können wieder geschehen. Die blutige Praxis des real existierenden Sozialismus muß aufgearbeitet werden. Es darf in dieser Hinsicht keine unbewältigte Vergangenheit geben.
3. Kritik am Ökologismus
Heinz Hug: Die Angsttrompeter.
Dioxin im Frühstücksei, Pestizide überall und trotzdem leben wir immer länger.
Die Wahrheit über die Gefahren aus der Umwelt.

Signum Verlag, 2. Auflage 2008
ISBN 978-3-7766-8013-3

Der promovierte Chemiker Heinz Hug widerlegt mit naturwissenschaftlichen Argumenten die grünen Umweltklagen von Atomtod über Klimakatastrophe bis zum Waldsterben. Das macht er mit einem grimmigen Humor, mit Ironie und Sarkasmus. Der an sich etwas spröde Stoff wird dadurch auch für naturwissenschaftliche Laien zu einer vergnüglichen Lektüre.

Ein besonderes Verdienst des Autors besteht darin, die ökologistischen Schauergeschichten nicht nur allgemeinverständlich zu widerlegen, sondern auch nach den politischen Motivationen ihrer Urheber zu fragen. Man erfährt in diesem Buch sehr viel über die antihumanen und fortschrittsfeindlichen Zielsetzungen der grünen Propheten.

So z. B. über die von Maurice Strong, der 1992 im Auftrag des UNO-Generalsekretärs den Umweltgipfel in Rio de Janeiro leitete. Herr Strong, der auch Mitglied des Club of Rome ist, sagte in einem Interview: "Was ist, wenn eine kleine Gruppe führender Persönlichkeiten in der Welt feststellt, die prinzipiellen Risiken für die Schöpfung beruhen auf der Lebensweise der reichen Länder und der einzige Ausweg zum Überleben der Menschheit darin besteht, freiwillig die Umweltbelastung und den Lebensstandard vertraglich einzuschränken? Wird man es tun? Nein, die reichen Länder werden ihre Konsumgewohnheiten nicht ändern wollen! Um dennoch den Planeten zu retten, wird die Gruppe einflußreicher Persönlichkeiten beschließen, die industrielle Zivilisation komplett zu zerstören. Liegt es deshalb nicht in unserer Verantwortung, für diesen Zusammenbruch zu sorgen? Jene Gruppe führender Persönlichkeiten hat sich nun darauf verständigt, die Wirtschaft zusammenbrechen zu lassen." (Interview mit Jim Johnston, British Columbia Report, 18. Mai 1992, Vol. 3, Nr. 37, Seite 22)

4. Die biologischen Grundlagen der Klassenstruktur
Richard Herrnstein & Charles Murray: The Bell Curve.
Intelligence and Class Structure in American Life.

Simon & Schuster - Free Press, New York, 1996 (1994)
ISBN: 0-684-82429-9

Der Psychologe Herrnstein und der Ökonom Murray weisen nach, daß die Zugehörigkeit zu sozialen Schichten und das soziale Verhalten maßgeblich durch die Intelligenz bestimmt sind. Die Ausprägung dieses physiologischen Merkmals in der Bevölkerung folgt einer Häufigkeitsverteilung, die sich durch eine Glockenkurve darstellen läßt. Die Autoren gewinnen ihre Erkenntnisse aus einer empirischen Langzeitstudie, dem National Longitudinal Survey of Youth, der ursprünglich 12.686 Personen im Alter von 14 bis 22 Jahren ab 1979 erfaßte, um sie bis zum Erscheinen des Buches im Jahr 1994 und darüber hinaus in ihrem sozialen Verhalten zu beobachten. Diese Stichprobe ist repräsentativ für die gesamte USA.

Inhaltsverzeichnis:

  1. The Emergence of a Cognitive Elite
    1. Cognitive Class and Education, 1900-1990
    2. Cognitive Partitioning by Occupation
    3. The Economic Pressure to Partition
    4. Steeper Ladders, Narrower Gates
  2. Cognitive Classes and Social Behavior
    1. Poverty
    2. Schooling
    3. Unemployment, Idleness and Injury
    4. Family Matters
    5. Welfare Dependency
    6. Parenting
    7. Crime
    8. Civility and Citizenship
  3. The National Context
    1. Ethnic Differences in Cognitive Ability
    2. Ethnic Inequalities in Relation to IQ
    3. The Demography of Intelligence
    4. Social Behavior and the Prevalence of Low Cognitive Ability
  4. Living Together
    1. Raising Cognitive Ability
    2. The Leveling of American Education
    3. Affirmative Action in Higher Education
    4. Affirmative Action in the Workplace
    5. The Way We Are Headed
    6. A Place for Everyone
  5. New Afterword by Charles Murray
Das Buch gibt empirisch abgesicherte Antworten auf die Kernfrage der Politik: sind alle Menschen gleich geboren oder sind sie von Natur aus ungleich? Die Sozialisten, die eine materielle Gleichheit der Menschen anstreben, gehen von der Annahme aus, daß die beobachtbaren Unterschiede zwischen den Klassen gesellschaftlichen Ursprungs sind. Aber bereits Platon hatte erkannt, daß die Klassen die naturgegebenen ungleichen Fähigkeiten der Menschen widerspiegeln. Das Buch liefert viele Beweise für die Richtigkeit dieser Annahme.

Jede Politik, welche die biologischen Gegebenheiten mißachtet, ist zum Scheitern verurteilt. Die Autoren gehen ausführlich auf die vielen gescheiterten Versuche ein, durch staatliche Interventionen die Menschen gleicher zu machen. Besonders aufschlußreich ist die egalitäre Schulpolitik der US-Regierung, die durch eine Erhöhung der Ausgaben für Schulwesen und Kindergärten den Bildungsrückstand von Kindern der Unterschicht beseitigen wollte, aber trotz großer Anstrengungen keine dauerhafte Erhöhung der intellektuellen Leistungsfähigkeit dieser Schülergruppe erreichte.

Herrnstein und Murray weisen nach, daß viele gesellschaftliche Probleme, von der Kriminalität, über die Arbeitslosigkeit, bis zu den unehelichen Geburten, eng mit dem IQ verbunden sind. Je geringer die Intelligenz, desto höher die Wahrscheinlichkeit eines sozial schädlichen Verhaltens.

Die Bell Curve widerlegt mit vielen guten Argumenten die Handlungsgrundlage jeder sozialistischen Politik. Es ist deshalb nicht erstaunlich, daß das Werk einen Sturm der Entrüstung unter den Sozialisten hervorrief.
"The first reaction to The Bell Curve were expressions of public outrage. In the second round of reaction, some commentators suggested that Herrnstein and Murray were merely bringing up facts that were well known in the scientific community, but perhaps best not discussed in public. A Papua New Guinea language has a term for this: Mokito. It means 'truth we all know, but agree not to talk about'." Prof. Earl Hunt, American Scientist

Das Buch, das in den USA ein Bestseller ist und zu den Marksteinen der empirischen Sozialforschung zählt, hat bis heute keinen Verleger in Deutschland gefunden. Die Gesinnungswächter scheinen Angst vor diesem Werk zu haben.

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