"Wenn ein Gott diese Welt gemacht hat, so möchte ich nicht dieser Gott sein; das menschliche Elend bräche mir das Herz!" Arthur Schopenhauer
Die Leistungen der Gentechnik
Grüne gegen die Reproduktionsgenetik
Grüne gegen das therapeutische Klonen
Grüne Wissenschaftsfeindlichkeit
Die Anwendung gentechnischer Methoden in der Medizin ermöglicht unter anderem:
Grüne gegen die Reproduktionsgenetik
Die Grünen verteufeln die Reproduktionsgenetik als eine Art Frankenstein-Wissenschaft, von der schreckliche Gefahren drohen würden. In Wirklichkeit ist die gentechnische Veränderung der menschlichen Keimbahn oft die einzige Möglichkeit, leidenden Menschen zu helfen. Beispiele dafür sind:
Grüne gegen das therapeutische Klonen
Die Grünen bekämpfen nicht nur die Gentechnik, sondern auch einen anderen Zweig der modernen Medizin, der für viele Schwerstkranke die einzige Hoffnung auf Heilung ist. Es handelt sich um den Versuch der Transplantationsmedizin, aus embryonalen Stammzellen menschliche Gewebe und Organe zu züchten.
Embryonale Stammzellen (ES-Zellen) werden gewonnen, indem man im Reagenzglas befruchtete Eizellen in der Zellkulturschale weiter bebrütet. Die Eizelle beginnt sich dann zu teilen und ein Keimbläschen entsteht. Im Inneren des etwa 5 bis 7 Tage alten Zellkügelchens, das aus ungefähr 100 Zellen besteht, befinden sich die ES-Zellen, die zwei einzigartige Eigenschaften haben: sie lassen sich beliebig vermehren und sie haben die Fähigkeit, zu all den verschiedenen Zelltypen des menschlichen Körpers heranzureifen.
Diese Eigenschaften machen ES-Zellen zu einem unerschöpflichen Spender für die Transplantationsmedizin. Im Tierversuch wurden z. B. schon realisiert:
Die Grünen, in einer unheiligen Allianz mit fundamentalistischen Konservativen, verbieten die Forschung an ES und das therapeutische Klonen mit der Behauptung, daß die Embryonen geschützt werden müssen. Das sagen die selben Grünen, die gleichzeitig vehement für die bedingungslose Abtreibung von Föten eintreten. Die grüne Haltung in der Abtreibungsfrage zeigt, daß es den Grünen nicht um Lebensschutz geht, sondern um die Blockade der modernen Wissenschaft, die sie als eine Bedrohung ihrer obskuren Weltanschauung empfinden.
Grüne Wissenschaftsfeindlichkeit
Die grüne Ideologie zeichnet sich durch eine starke Affinität zu irrationalen Heilverfahren aus. Besonders im grünen Milieu finden sich die Propheten und Gläubigen von esoterischen Lehren, die Heilung versprechen durch Methoden, die keine wissenschaftliche Begründung haben.
Ein Beispiel für eine derartige Wunderlehre ist die Homöopathie, in der willkürlich ausgesuchte Wirkstoffe in sehr starken Verdünnungen verabreicht werden. Die Verdünnung ist oft so groß, daß in der angeblichen Arznei kein einziges Molekül des Wirkstoffes mehr enthalten ist. Für die Anhänger der Homöopathie ist das kein Problem, denn ihrer Meinung nach kommt es beim Verschütteln während der Zubereitung zu einer chemisch-physikalischen Änderungen des Lösungsmittels, bei der das Lösungsmittel eine für die Heilwirkung wichtige Information aus dem Wirkstoff entnehme. Genauso phantasievoll und lächerlich ist die Grundannahme der Homöopathie, daß man eine Krankheit durch den Wirkstoff heilen könne, der in großen Dosen zur Krankheit geführt habe.
Die Grünen polemisieren fortwährend gegen die "Schulmedizin", die kalte und herzlose "Apparatemedizin", die angeblich keinen Respekt verdienenden "Halbgötter in Weiß", und nicht zuletzt gegen die Tierversuche in der medizinischen Forschung, die als grausam und unnotwendig abgelehnt werden. Es ist offenkundig, daß die Grünen der Wissenschaft feindselig gegenüber stehen. Sie verstehen nicht deren Denkweise, sie akzeptieren nicht ihre Verfahren, sie respektieren nicht ihre Institutionen und Traditionen.
Das ist auch gar nicht erforderlich. In einer freien Gesellschaft hat jedermann das Recht, im Fall einer Krankheit so behandelt zu werden, wie er das möchte. Es steht jedem Grünen frei, sich bei einer Tumorerkrankung nicht der Hochschulmedizin anzuvertrauen, sondern Heilung bei einem Schamanen zu suchen, der ein magisches Wissen über Erdstrahlen, Magnetismus, geheimnisvolle Essenzen und ähnlichen Unsinn hat. Nur eines dürfen die Grünen nicht: mit dem Mitteln des Staates Andersdenkende zwingen, nach ihren verschrobenen Auffassungen zu leben.
Die grüne Ideologie ist antihumanitär, denn ihre Befolgung bedeutet, daß vermeidbares menschliches Leid hingenommen wird. Der britische Philosoph John Gray bezeichnete in einem Aufruf, in dem er Grüne und Konservative aufforderte, sich im Kampf gegen die Biomedizin zu vereinen, den Tod als "a friend to be welcomed". Eine Politikerin der Grünen schrieb in einer Stellungnahme mit dem Titel "Das Recht, mit einer Krankheit geboren zu werden", daß bei Anwendung der Präimplantationsdiagnostik die Gefahr bestehe, "daß wir Krankheit und Behinderung nicht mehr als Teil des Lebens begreifen könnten, sondern als austauschbar, weil durch medizinische Technik vermeidbar."
Ist das Fatalismus, Zynismus oder Misanthropie? Was auch immer die Motive des Ökologismus sein mögen, seine Wirkung ist menschenfeindlich. Wir dürfen nicht zulassen, daß die Ökologisten, mit den Machtmitteln des Staates, Kranken Heilungschancen vorenthalten.