Mehr Freiheit - weniger Staat

DDT rettet Menschenleben

"To only a few chemicals does man owe as great a debt as to DDT ... In little more than two decades, DDT has prevented 50 million human deaths due to malaria, that otherwise would have been inevitable." National Academy of Sciences der USA, Committee on Research in the Life Sciences, 1970.

"Today, DDT is still needed for malaria control. If the pressure to abandon this effective insecticide continues, ... [it] will result in millions of additional malaria cases worldwide." Donald R. Roberts, University of the Health Sciences in Bethesda (Maryland), 1999.

Das Insektizid DDT
Grüne Kampagne gegen DDT
Die Bedeutung der Malaria
Die Bekämpfung der Malaria
Die Opfer grüner Politik

Das Insektizid DDT

Dichlor-Diphenyl-Trichloräthan, C14H9Cl5, wurde 1874 erstmals vom deutschen Chemiker Othmar Zeidler synthetisiert, der jedoch die Anwendungsmöglichkeiten der Chemikalie nicht erkannte. 1939 entdeckte Paul Müller in einem Forschungslabor der Firma Geigy in Basel, daß DDT ein hochwirksames Insektizid ist. Für zahlreiche Insektenarten ist es ein starkes Fraß- und Kontaktgift, das bereits bei kurzfristiger Berührung behandelter Oberflächen wirkt. Auf besprühten Wänden behält DDT seine Wirksamkeit gegen Mücken monatelang. Paul Müller erhielt 1948 für seine DDT-Forschung den Nobelpreis für Medizin.

Nach 1945 wurde DDT großflächig in der Landwirtschaft als Insektizid eingesetzt. Im Jahr 1955 beschloß die Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization, WHO), eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, DDT weltweit zur Bekämpfung der Anopheles-Mücke zu verwenden, die der Überträger des Malariaerregers ist. Mit diesem WHO-Programm werden wir uns in einem der folgenden Abschnitte beschäftigen.

Den Höhepunkt seiner Anwendung erreichte DDT 1962, als 82 Millionen kg produziert und 80 Millionen kg verbraucht wurden. 99% der DDT-Anwendung erfolgte damals in der Landwirtschaft, der Rest in der Malariabekämpfung.

Grüne Kampagne gegen DDT

"DDT and other chlorinated hydrocarbons ... may have substantially reduced the life expectancy of people born since 1945." Paul Ehrlich, 1970

Angst

1962 war aber auch das Jahr, in dem Rachel Carson ihr Buch "Silent Spring" veröffentlichte, in dem sie DDT beschuldigte, für Krebserkrankungen bei Menschen und die Gefährdung verschiedener Vogelarten verantwortlich zu sein. Die damals sich formierende Umweltbewegung neuen Typs nahm die Thesen des Buchs freudig auf. Der "rebel without a cause" der 1950er Jahre hatte nun endlich einen Empörungsgrund gefunden.

Die machthungrigen Menschheitsretter benötigten ein Thema, mit dem sie in einem Kulturkampf die Dominanz in der Meinungsbildung, die heiß begehrte "Meinungsführerschaft", erreichen konnten. Am Beispiel DDT läßt sich zeigen, daß mit Hilfe der Medien eine neue Art von Priesterherrschaft etabliert werden kann, bei der man auf wissenschaftliche Argumente keine Rücksicht nehmen muß.

"If the environmentalists win on DDT, they will achieve a level of authority they have never had before... In a sense, much more is at stake than DDT." Charles Wurster, chief scientist for the Environmental Defense Fund.

In den Jahren 1971-1972 führte die US-Umweltbehörde EPA umfangreiche Anhörungen zu DDT durch, die mit einem Verbot der Chemikalie endeten, obwohl der mit der Bewertung der Anhörungen beauftragte Richter Edmund Sweeney zum Schluß kam: "DDT is not a carcinogenic hazard to man ... DDT is not a mutagenic or teratogenic hazard to man ... The use of DDT under the regulations involved here do not have a deleterious effect on freshwater fish, estuarine organisms, wild birds or other wildlife."

Es gibt hunderte wissenschaftliche Untersuchungen, die nachweisen, daß die gegen DDT erhobenen Vorwürfe falsch sind. In den folgenden Abschnitten bringen wir einige Beispiele, die zeigen, wie die grüne Propagandamaschine arbeitet.

Krebserregende Wirkung

In "Silent Spring" wird behauptet, daß DDT Leberkrebs hervorruft. Diese Behauptung schien eine Studie aus dem Jahr 1969 zu belegen, die ein höheres Vorkommen von Leukämie und Leberkrebs bei Mäusen feststellte, die mit ihrem Futter DDT aufgenommen hatten. Bei einer Revision der Untersuchungsergebnisse entdeckte man jedoch, daß auch die Mäuse in der Kontrollgruppe eine erstaunlich hohe Anzahl von Krebserkrankungen entwickelt hatten. Weitere Nachforschungen ergaben, daß das Futter, das beide Mäusegruppen erhalten hatten, verschimmelt war und Aflatoxin enthielt, das krebserregend wirkt. Als die Versuche mit sauberem Futter wiederholt wurden, entwickelte sich in beiden Mäusegruppen kein Krebs.

Das National Cancer Institute der USA zog 1978 nach zweijährigen Versuchen mit mehreren besonders krebsanfälligen Mäusezuchtlinien den Schluß, daß DDT nicht krebserregend ist. Man hat in den Gebieten, in denen DDT über ein Vierteljahrhundert großflächig in der Landwirtschaft eingesetzt worden war, keine erhöhte Krebsrate bei der dortigen Bevölkerung feststellen können.

Verdünnung der Schalen von Vogeleiern

In "Silent Spring" wurde DDT beschuldigt, für dünn werdende und schwache Eierschalen bei vielen Vogelarten verantwortlich zu sein. Eine Verdünnung der Eierschalen kann viele Ursachen haben, wie zum Beispiel Nahrungsqualität (insbesonders ungenügende Aufnahme von Kalzium, Phosphor, Vitamin D und Mangan), Temperaturanstieg, Jahreszeit, Bodenart und Brutbedingungen (z. B. Sonnenlicht, zur Verfügung stehender Brutraum). DDT und seine Stoffwechselprodukte DDD und DDE haben keinen Einfluß auf die Dicke der Eierschalen, auch nicht bei Mengen, die mehrere hundertmal größer sind als die, die wildlebende Vögel in der Natur aufnehmen würden.

In Kanada wurden während der 1960er Jahre Wanderfalken beobachtet, die normal reproduzierten, obwohl ihr Körper 30mal mehr DDT enthielt als der jener Wanderfalken im mittleren Westen der USA, die angeblich durch diese Chemikalie ausgerottet worden waren. M. L. Scott vom Department of Poultry Science der Cornell University "... found no tremors, no mortality, no thinning of eggshells and no interference with reproduction caused by levels of DDT which were as high as those reported to be present in most of the wild birds where ‘catastrophic’ decreases in shell quality and reproduction have been claimed."

Rückgang der Vogelbestände

Die hysterische Behauptung, daß DDT den Frühling stumm mache, trifft nicht zu. Die Rückgänge in den Bestandszahlen einiger Vogelarten erfolgten entweder im Zeitraum vor dem Einsatz von DDT oder in den Jahren danach. In den USA wurde DDT für die Abnahme folgender Vogelpopulationen verantwortlich gemacht:

Östrogene Wirkung

Ein moderner Vorwurf lautet, daß DDT zu den endokrin wirksamen Substanzen gehört, die bei Aufnahme in den Körper eine östrogene Aktivität entfalten. Dadurch käme es bei Männern zu einem Spermiensterben und insgesamt zu einer Verweiblichung. Bei grünen Demonstrationen wurde schon der schöne Slogan gesehen: "Du bist nur noch halb soviel Mann wie dein Vater". Bei Frauen würden diese unwillkommenen Östrogengaben zu einem erhöhten Brustkrebsrisiko führen.

Daran ist soviel richtig, daß DDT zu den Chlorverbindungen gehört, die tatsächlich östrogenartig wirken können. Was die Grünen nicht erwähnen, ist die Tatsache, daß auch hier die Dosis die Wirkung bestimmt. Um durch DDT einen meßbaren Östrogen-Effekt im menschlichen Körper zu erzielen, muß die verabreichte Menge an DDT 40.000.000 mal größer sein als die unter normalen Bedingungen aufgenommene DDT-Menge.

Steven Safe von der Texas A&M University stellt dazu fest: "... weakly estrogenic organo-chlorine compounds such as PCBs, DDT, and DDE are not a cause of breast cancer."

Die Bedeutung der Malaria

Die Malaria ist eine durch Anopheles-Mücken übertragene Infektionskrankheit. Die Infektionskeime gelangen durch den Stich der Mücke in die Blutbahn des Menschen, in dessen Leberzellen sie zu vielkernigen Gebilden heranwachsen. Diese Gewebsformen zerfallen in einem ersten Vermehrungsschritt in viele einkernige Abkömmlinge, die in die rotenBlutkörperchen eindringen, wo sie sich in einem zweiten Vermehrungsschritt teilen. Die befallenen roten Blutkörperchen werden dabei zerstört, was zu den typischen Fieberanfällen führt. Die Malaria ist eine sehr schwere Erkrankung, denn sie schädigt nicht nur die roten Blutkörperchen (Erythrozyten), die den Sauerstoff in die verschiedenen Teile des Körpers transportieren, sondern auch andere Organe.

Die Malaria tritt in vier verschiedenen Formen auf, je nach der Unterart des Malariaerregers Plasmodium, der den Menschen infiziert hat. Eine besonders schwere Formen der Malaria ist die Malaria tropica, die durch den Erreger Plasmodium falciparum verursacht wird. Seine Vermehrungsformen blockieren häufig die Blutgefäße des Gehirns, was zu Koma, Delirium und schließlich in vielen Fällen zum Tod führt.

An Malaria erkranken jährlich 300 bis 500 Millionen Menschen, circa 2 Millionen Erkrankte sterben pro Jahr, die Hälfte davon Kinder unter 5 Jahren. Seit 1972 starben 50 Millionen Menschen an dieser Krankheit. Besonders schwer betroffen von der Malaria sind die Länder südlich der Sahara. Das afrikanische Bruttoinlandsprodukt wäre um ein Drittel höher, wenn man nicht die enormen wirtschaftlichen Belastungen dieser Krankheit tragen müßte: Produktionsverluste aufgrund von Todesfällen und krankheitsbedingter Abwesenheit vom Arbeitsplatz, reduzierte Arbeitsproduktivität bedingt durch Erschöpfungszustände, Aufwendungen für Insektizide, Arzneimittel und ärztliches Personal.

Die Malaria ist in armen Ländern ein erhebliches Entwicklungshemmnis. So muß z. B. Uganda jährlich 420 Millionen Euro wegen dieser Krankheit ausgeben. Circa 40% der Kosten für ambulante Behandlungen werden in diesem Land von Malariapatienten verursacht. Im Jahr 2002 starben 80.000 Ugander an der Krankheit. Die Hälfte davon waren Kinder.

Die Bekämpfung der Malaria

Die Malaria ist für tropische und subtropische Länder eine der schlimmsten Krankheiten. Entsprechend groß waren die Bemühungen der Tropenmedizin, eine wirksame Therapie zu finden.

Eine Therapie gegen Malaria ist also nur bedingt wirksam. Auch die Versuche, einen Impfstoff gegen die Krankheit zu entwickeln, sind bisher wenig erfolgreich gewesen. Der Malariaerreger Plasmodium existiert in 4 verschiedenen Arten, deren Genstruktur sich häufig ändert. Jede Impfung gegen Plasmodien richtet sich gegen ein Ziel, das sich ständig ändert. Mit der kurzfristigen Einführung eines wirksamen Impfstoffes ist vorerst nicht zu rechnen.

Eine Chemoprophylaxe (vorbeugende Einnahme von Malaria-Medikamenten) ist nur für Touristen, nicht aber für die einheimische Bevölkerung praktikabel. Der Wirkstoff Tafenoquin bietet nach dreitägiger Einnahme sieben Wochen Schutz. Das in Deutschland bisher nur zur Malariatherapie zugelassene Medikament Malarone wird seit einigen Jahren vor allem dort zur Prophylaxe eingesetzt, wo Resistenzen gegen Chloroquin aufgetreten sind. Für die große Mehrheit der Menschen in den Entwicklungsländern sind diese Medikamente unerschwinglich.

Die Expositionsprophylaxe (Vermeidung von Insektenstichen) ist in der täglichen Praxis weder von den Touristen, noch von der einheimischen Bevölkerung zu bewältigen. Zur Expositionsprophylaxe zählen das Tragen körperbedeckender Kleidung, der Gebrauch von Fliegengittern und Moskitonetzen, sowie die Behandlung von Haut und Kleidung mit moskitoabweisenden Mitteln. Die WHO verteilte 60 Millionen Moskitonetze an afrikanische Kinder, die aber dadurch bestenfalls nachts geschützt werden. Mit Insektiziden imprägnierte Bettnetze schützen nur, wenn sie richtig und regelmäßig benutzt werden. Sie gewähren auch keinen Schutz tagsüber.

Als die wichtigste Maßnahme in der Bekämpfung der Malaria hat sich aus den oben genannten Gründen die Vektorkontrolle (Bekämpfung des Überträgers) erwiesen. Die Anopheles-Mücke ist nicht nur die Überträgerin des Malariaerregers, sondern auch von Gelbfieber, Dengue und Gehirnhautentzündung. Folgenden Insektizide stehen für die Vektorkontrolle zur Verfügung:

Es gab bisher einige Versuche, einen Ersatz für DDT zu finden, die aber nicht erfolgreich waren. So hat man z. B. versucht, den Bacillus thuringiensis gegen die Stechmücken einzusetzen. Dabei wird das Bakterium in kristalliner Form in die von Mücken besiedelten Gewässer ausgebracht. Die Anopheles-Larven nehmen die Bakterien bei der Nahrungsaufnahme in ihren Körper auf. Im Darm der Larven schlüpfen die Bakterien aus ihrer schützenden Eiweißhülle und zerstören in kurzer Zeit durch die Bildung von Endotoxinen den Darm ihrer Wirtstiere, die noch im Larvenstadium sterben. Dieses Verfahren ist ökologisch sehr bedenklich, denn die unkontrollierte Freisetzung von riesigen Mengen eines Bakteriums, dessen Rolle im Ökosystem fast unbekannt ist, stellt ein großes Risiko dar. Es ist möglich, daß sich das Toxin aus den Bakterien im Wasser anreichert. Außerdem ist es unvermeidlich, daß bei dieser Anwendungsform auch nützliche Insektenarten das Bt-Toxin aufnehmen.

Es gibt aber viel versprechende Forschungsansätze. In Indien versuchte man 1997 die Anopheles-Mücken durch das Aussetzen von sterilen Mückenmännchen zu bekämpfen. Die Biotechnologie eröffnet die Möglichkeit, die krankheitsübertragenden Insektenarten auszurotten, indem man genetisch veränderte Mücken züchtet und in der Natur freisetzt. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (Food and Agriculture Organization, FAO) finanziert derartige Forschungen. Es ist zu hoffen, daß in Zukunft die Gentechnik neue Möglichkeiten in der Bekämpfung der Malaria eröffnet. Bis dahin bleibt DDT die wirksamste Waffe im Kampf gegen diese Krankheit.

Die Opfer grüner Politik

Paul Müller hatte 1948 für seine DDT-Forschung nicht den Nobelpreis für Chemie, sondern den für Medizin erhalten. Das zeigt, daß damals die überragende Bedeutung von DDT in der Eindämmung von Malaria erkannt worden war. Das beruhte auf sehr positiven Erfahrungen mit diesem Insektizid, die bereits in den Kriegsjahren und unmittelbar danach gemacht wurden.

Die Malaria war zu Beginn der 1950er Jahre immer noch eines der größten Gesundheitsprobleme. An ihr erkrankten damals pro Jahr 500 Millionen Menschen, von denen 4 Millionen starben. 1955 beschloß die 8. World Health Assembly der WHO eine "Global Malaria Eradication Campaign", die den systematischen Einsatz von DDT in allen Malariagebieten der Welt vorsah. Diese Kampagne war sehr erfolgreich.

Auch in Europa gab es nach dem 2. Weltkrieg noch viele Gebiete, in denen Malaria übertragen wurde (Endemiegebiete). Durch den Einsatz von DDT konnten in Südeuropa (Italien, Spanien, Portugal), Südosteuropa (Rumänien, Bulgarien, Griechenland, Jugoslawien) und auch in Mitteleuropa (Holland, Polen, Ungarn) die Malaria übertragenden Insekten bis Ende der 1960er Jahre dauerhaft ausgerottet werden. Heute ist Europa malariafrei. Die Europäer können glücklich sein, daß die kulturelle Machtübernahme der Grünen erst erfolgte, nachdem die Malaria besiegt worden war und deshalb DDT nicht mehr benötigt wurde.

In den außereuropäischen Endemiegebieten mit hohem Infektionsdruck zeigte der Einsatz von DDT zur Ausrottung der Malariaüberträger ebenfalls sehr positive Ergebnisse. In Ceylon, dem heutigen Sri Lanka, verminderten sich die Malariaerkrankungen von 2,8 Millionen in 1948 auf 17 in 1963. In Indien konnte durch das Bekämpfungsprogramm die Zahl der jährlichen Neuinfektionen von 100 Millionen im Jahr 1952 auf 50.000 in 1961 gesenkt werden. Auf Sansibar fiel der Anteil von Trägern des Malariaerregers an der Gesamtbevölkerung von 70% in 1958 auf 5% in 1964. Man war damals auf dem besten Weg, die Malaria weltweit auszurotten. Das unmittelbare Ziel, die Erkrankungszahlen um 98% gegenüber dem ursprünglichen Zustand zu senken, war in vielen Regionen bereits erreicht, in anderen in greifbare Nähe gerückt.

Knapp vor Erreichung des Ziels hatten die Entwicklungsländer das Pech, daß in den entwickelten Staaten des Westens die Grünen die kulturelle Vorherrschaft eroberten. 1962 erschien mit "Silent Spring" das Buch, das für die sich formierende Umweltbewegung neuen Typs das erste Kampagnenziel benannte. Die politische Linke erkannte das antikapitalistische Potential des Ökologismus und übernahm dessen Forderungen. Bald hatten die Ökologisten die Meinungsführerschaft erreicht. Zur Demonstration der eigenen Macht benötigte man einen vollständigen Triumph über die satanische Chemikalie DDT. Dieser Sieg wurde 1972 erreicht, als die US-Umweltbehörde ein weitgehendes DDT-Verbot verhängte. Die WHO beugte sich ebenfalls 1972 dem öffentlichen Meinungsdruck und stellte ihr Global Malaria Eradication Programm ein.

Diese politische Entwicklung bedeutete für die Entwicklungsländer, daß es für sie immer schwieriger wurde, DDT zu erhalten und einzusetzen. Westliche Regierungen benutzen die Entwicklungshilfe als Druckmittel, um eine DDT-Abstinenz von Empfängerländern zu erzwingen. Ein weiteres Erpressungsmittel ist die Drohung, im Falle einer DDT-Ausbringung in Wohngebieten die Einfuhr landwirtschaftlicher Erzeugnisse aus dem Land der DDT-Dissidenten zu verbieten. Da gerade die Staaten mit großen Endemiegebieten stark vom Export ihrer Agrarprodukte abhängen, ist diese Drohung sehr wirkungsvoll. Es ist für Entwicklungsländer ohne eigene chemische Industrie schon technisch schwierig, über DDT zu verfügen, da auf Druck der Grünen ein weltweites Produktions- und Ausbringungsverbot dieser Chemikalie durchgesetzt wurde, das nur wenige Ausnahmen zuläßt.

In den 1960er Jahren erzwangen die Grünen den Verzicht auf die DDT-Nutzung in der Malariabekämpfung. Die Folgen dieser Politik waren und sind katastrophal. Innerhalb weniger Jahre stieg die Zahl der Malariaerkrankungen und der von ihnen verursachten Todesfälle wieder auf das alte Höchstniveau vor dem Einsatz von DDT. Seit 1972, dem Jahr des DDT-Verbots durch die US-Umweltbehörde und der Beendigung des Antimalariaprogramms der WHO, sind 50 Millionen Menschen an der Malaria gestorben.

Die Grünen behaupten, daß der Einsatz von DDT in der Vektorkontrolle eingestellt werden mußte, weil die Anopheles-Mücke gegen das Insektizid resistent geworden sei. Diese Behauptung ist falsch. Die seltenen Fälle von DDT-Resistenz, die in den vergangenen Jahrzehnten beobachtet wurden, waren alle lokal eng begrenzt und ausschließlich durch eine unsachgemäße Verwendung von DDT in der Landwirtschaft hervorgerufen worden. Eine agrarische Nutzung von DDT ist schon lange nicht mehr erforderlich, da es für den Pflanzenschutz heute bessere Mittel gibt. Heutzutage geht es ausschließlich um die Nutzung von DDT zur Bekämpfung der Malariaüberträger. Hierbei wird das Insektizid vor allem auf die Innenwände von Wohnhäusern gesprüht. In dieser Anwendung ist DDT nach wie vor hoch wirksam, für den Menschen ungiftig und außerdem sehr billig.

Ein Beispiel dafür liefert die Republik Südafrika. Dort hatte man es viele Jahre lang gewagt, DDT einzusetzen. In dieser Zeit gab es knapp 10.000 Malaria-Neuinfektionen pro Jahr. Im Jahr 1996 gab die südafrikanische Regierung dem Druck von grünen Verbänden und ausländischen Politikern nach und stellte den Gebrauch von DDT ein. Die Folgen dieser Maßnahme waren eindeutig: die Zahl der Malariaerkrankungen wuchs sprunghaft. Bereits im Jahr 2000 verzeichnete Südafrika 62.000 Malariafälle. Unter dem Eindruck dieser Entwicklung kehrte die südafrikanische Regierung zum DDT-Einsatz zurück. Innerhalb von 18 Monaten nach dieser Entscheidung sank die Zahl der Malariainfektionen um 80% auf 12.400 Fälle. Der Gebrauch von DDT hat circa 50.000 Menschen pro Jahr eine Malariaerkrankung erspart.

Ein weiteres Beispiel liefert Ekuador. Dort wird seit 1993 DDT zur Vektorkontrolle eingesetzt. Die Malariafälle sind seither um 60% zurückgegangen. In Bolivien, Paraguay and Peru wurde 1993 die Anwendung von DDT verboten. In diesen 3 Ländern ist seitdem die Anzahl der Malariaerkrankungen um 90% gestiegen.

Donald Roberts, Professor für Tropenkrankheiten an der Universität für Medizinische Wissenschaften der US-Streitkräfte in Bethesda, stellt dazu fest: "... countries that discontinued their house-spray programs reported large increases in malaria rates. Countries that reported low or reduced HSRs [house-spray rates] also reported increased malaria. Only Ecuador reported increased use of DDT and greatly reduced malaria rates." Der Zusammenhang ist offenkundig. Es gibt "... a causal link between decreased spraying of homes with DDT and increased malaria", so Roberts.

Die Grünen haben eine ungeheure Schuld auf sich geladen. Wieviele der 50 Millionen Menschen, die seit 1972 an der Malaria gestorben sind, wären heute noch am Leben, wenn es den Grünen nicht gelungen wäre, DDT aus der Malariabekämpfung zu drängen?

Sicherlich hat die Gleichgültigkeit, Inkompetenz und Korruptheit vieler Regierungen der betroffenen Länder einen erheblichen Anteil an der Malaria-Tragödie. Aber die Hauptschuld tragen die Grünen, ohne die es die Verdammung von DDT nicht gegeben hätte.

In der DDT-Politik zeigt sich der Dogmatismus und auch der Fanatismus der Grünen in klinisch reiner Form. Mögen noch so viele Menschen an der grünen Politik leiden und sterben, ein Grüner wird niemals seinen Kurs ändern oder gar Selbstkritik üben.

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