Mehr Freiheit - weniger Staat

Hunger und Humanität

"One of the greatest threats to mankind today is that the world may be choked by an explosively pervading but well camouflaged bureaucracy." Norman Borlaug

Die Menschenfeindlichkeit der Grünen
Die Entwicklung der Weltbevölkerung
Weltweiter Rückgang der Armut
Fortschritt in der Landwirtschaft
Grüne Fehlhaltungen

Die Menschenfeindlichkeit der Grünen

Im 20. Jahrhundert wuchs die Weltbevölkerung von 1,65 Milliarden im Jahr 1900 auf 6,08 Milliarden im Jahr 2000. Die in den 1960er Jahren entstehende Umweltbewegung neuen Typs reagierte auf diesen Anstieg der Menschenanzahl mit Panik. Sie prophezeite apokalyptische Hungersnöte, denen Hunderte Millionen Menschen zum Opfer fallen würden. Wir zitieren hier Paul Ehrlich, einen grünen Seher und Mahner, der die Botschaft vom nahen Weltende den erschrockenen Gläubigen verkündete.

Angst

"The battle to feed all of humanity is over. In the 1970s, the world will undergo famines, hundreds of millions of people are going to starve to death in spite of any crash programs embarked upon now." Paul Ehrlich, 1968 in "The Population Bomb".

"Population will inevitably and completely outstrip whatever small increases in food supplies we make ... The death rate will increase until at least 100-200 million people per year will be starving to death during the next ten years ... Most of the people who are going to die in the greatest cataclysm in the history of man have already been born." Paul Ehrlich, April 1970

So wie Paul Ehrlich dachte die große Mehrheit der Grünen. Sie wußten ganz genau, wie die Welt im Jahr 2000 aussehen wird.

"Demographers agree almost unanimously on the following grim timetable: by 1975 widespread famines will begin in India; these will spread by 1990 to include all of India, Pakistan, China and the Near East, Africa. By the year 2000, or conceivably sooner, South and Central America will exist under famine conditions ... By the year 2000, thirty years from now, the entire world, with the exception of Western Europe, North America, and Australia, will be in famine." Peter Gunter, Professor an der North Texas State University.

Die Lösung des Problems sehen die Grünen nicht in einer Vermehrung der Ressourcen, sondern in einer Reduktion der Anzahl der Menschen, wobei zur Erreichung dieses Ziels noch etwas nachgeholfen werden darf. Hier zeigt sich der zutiefst inhumane Charakter der grünen Ideologie, aber auch deren Wissenschafts-, Technik- und Fortschrittsfeindlichkeit. Es versteht sich von selbst, daß die wenigen Menschen, die bei knappen Mitteln das Überleben verdienen, die Anhänger der grünen Lehre sein sollen.

"Making food still cheaper and more available for more people will encourage more population growth and thus ensure that life will, in many important respects, become worse." Garret Hardin, Professor of Human Ecology an der University of California.

"If no adequately sustaining complementary measures (e.g. family planning) are possible, such desustaining measures as oral rehydration should not be introduced on a public health scale, since they increase the man-years of human misery." Maurice King, Professor für Medizin an der University of Leeds. Die "oral rehydration"-Therapie rettete bei Durchfallerkrankungen Millionen von Kindern das Leben.

"One American burdens the earth much more than twenty Bangladeshis. This is a terrible thing to say. In order to stabilize world populations, we must eliminate 350,000 people per day. It is a horrible thing to say, but it's just as bad not to say it." Jacques Cousteau, UNESCO Courier, November 1991.

"To some overcrowded populations, the bomb may one day no longer seem a threat, but a release." Rene Dubos, Biologe an der Rockefeller University.

Die Grünen haben für die Überlebenden der von ihnen vorausgesagten Hungerkatastrophen ein Leben in Armut vorgesehen. Offensichtlich ist der Lebensstil der Angehörigen moderner Industriestaaten den grünen Bußpredigern verhaßt.

"... it is clear that current lifestyles and consumption patterns of the affluent middle class, involving high meat intake, consumption of large amounts of frozen and convenience foods, use of fossil fuels, appliances, home and workplace air conditioning, and suburban housing, are not sustainable." Maurice Strong, Organisator der United Nations Conference on Environment and Development, 1992.

Die Entwicklung der Weltbevölkerung

Die von den Grünen vorhergesagten Hungersnöte sind nicht eingetreten, weil die Realität sich völlig anders entwickelt hat, als von den Grünen erwartet. Einer ihrer fundamentalen Irrtümer betrifft die Entwicklung der Weltbevölkerung. Paul Ehrlich erwartete, daß im Jahr 2000 "... well over 7 billion people" existieren würden, Peter Gunter prognostizierte 7.2 Milliarden. Es bestand in der Umweltbewegung weitgehende Übereinstimmung, daß zur Jahrtausendwende mindestens 7 Milliarden Menschen zu ernähren sein würden. Tatsächlich gab es jedoch zu diesem Zeitpunkt nur 6 Milliarden Menschen auf der Welt.

Die Grünen haben bei ihren Weissagungen folgende Trends nicht beachtet:

Die Verlangsamung des Wachstums der Weltbevölkerung ist aus der folgende Tabelle zu ersehen:

Wachstum der Weltbevölkerung
Jahrzehnt Zunahme in
Prozent
Zunahme in
Millionen
1960-1969 22,0 668
1970-1979 20,2 747
1980-1989 18,4 824
1990-1999 15,2 804

Wenn die Wachstumsraten weiterhin sinken, wofür alles spricht, wird der Wendepunkt der Entwicklung im Jahr 2050 erreicht sein: bis dahin wird die Weltbevölkerung auf circa 8 Milliarden anwachsen, um danach wieder abzunehmen. Schon heute lebt mehr als die Hälfte der Menschheit in Ländern, deren TFR unter der Erhaltungsrate von 2,1 Kindern je Frau liegt. Das Durchschnittsalter der Weltbevölkerung würde dann von 26 Jahren heute auf 44 Jahre im Jahr 2050 steigen.

Weltweiter Rückgang der Armut

Es gab im 20. Jahrhundert keine Hungersnöte, die auf eine zu geringe Produktivität der Landwirtschaft zurückzuführen wären. Wenn Menschen während des letzten Jahrhunderts an Hunger starben, dann war das immer eine Folge von Krieg oder von Staatsterror durch kommunistische Machthaber, wie in der Sowjetunion zu Beginn der 1930er Jahre, als circa 6 Millionen Angehörige der Bauernschaft verhungerten, weil die sowjetische Regierung ihre gesamten Nahrungsmittel beschlagnahmt hatte. Die zweite große Hungersnot des vergangenen Jahrhunderts hatte China unter dem kommunistischen Diktator Mao Tse-tung zu erleiden, als infolge der von der Politik erzwungenen Verschärfung der Kollektivierung der Landwirtschaft im Zeitraum 1959 bis 1961 nach offizieller chinesischer Geschichtsschreibung 20 Millionen Menschen verhungerten. Unabhängige Historiker schätzen, daß durch die Kommunisten damals 40 Millionen Menschen in den Hungertod getrieben wurden.

Wenn die Politik sie nicht daran hinderte, waren die Menschen weltweit durchaus in der Lage, ihre materielle Situation zu verbessern. Obwohl sich die Weltbevölkerung im 20. Jahrhundert nahezu vervierfacht hat, haben die heutigen Menschen mehr zu essen, als jemals zuvor in der Geschichte. Die zur Verfügung stehenden Kalorien pro Kopf stiegen von 1930 bis 1980 weltweit um 30%, in den ärmeren Ländern sogar um 40%. Seit 1970 haben sich die verfügbaren Nahrungsmittel je Person weltweit um 26% erhöht.

Diese Erfolge waren möglich, weil die Nahrungsmittelproduktion schneller stieg als die Anzahl der Menschen. Die Weltmarktpreise für Getreide sind während des 20. Jahrhunderts um 40% gesunken. Von 1980 bis 1997 nahm die Nahrungsmittelmenge um 60% zu. Die Produktion von Getreide und Reis stieg weltweit von 1,3 Milliarden Tonnen in den 1970er Jahren auf 1,9 Milliarden Tonnen im Jahr 1995. In Asien konnte in diesem Zeitraum die Reismenge von 303 auf 505 Millionen Tonnen gesteigert werden.

Fortschritt in der Landwirtschaft

Daß die Vorhersagen der Grünen nicht Wirklichkeit wurden, ist nicht zuletzt dem Pflanzenzüchter Norman Borlaug zu verdanken. Im Jahre 1944 wurde Borlaug von der Rockefeller Stiftung eingeladen, an einem Projekt zur Steigerung der Weizenproduktion mitzuarbeiten, das in Mexiko durchgeführt wurde. Zu jener Zeit mußte Mexiko einen Großteil des benötigten Weizens importieren. In knapp 20 Jahren gelang es Borlaug und seinen Mitarbeitern, eine Weizensorte zu züchten, die sehr widerstandsfähig ist und die doppelt bis dreifach so hohe Ernteerträge liefert wie herkömmliche Sorten.

1965 begann das Borlaug-Team, Saatgut der neuen Hochleistungssorte an Indien und Pakistan auszuliefern und gleichzeitig den örtlichen Bauern zu zeigen, wie dieser Weizen optimal anzubauen ist. Diese Maßnahmen waren außerordentlich erfolgreich. In Pakistan stiegen die Weizenernten von 4,6 Millionen Tonnen in 1965 auf 8,4 Millionen Tonnen in 1970. In Indien stiegen sie in diesem Zeitraum von 12,3 Millionen Tonnen auf 20 Millionen Tonnen. Auch nach 1970 wurden die Ernteerträge ständig erhöht. Im Jahr 1999 hatte Indien eine Weizenernte von 73,5 Millionen Tonnen.

Im Jahr 1968, als Paul Ehrlich sein Buch "The Population Bomb" veröffentlichte, war der Erfolg von Borlaugs "Grüner Revolution" bereits offensichtlich. Die Qualität der Prognosen der Umweltaktivisten kann an der Entwicklung Indiens überprüft werden. Seit 1968 hat sich die Bevölkerung Indiens verdoppelt, seine Weizenproduktion vervierfacht, sein Bruttoinlandsprodukt verneunfacht. Im Jahr 1970, als Paul Ehrlich die oben wiedergegebenen apokalyptischen Vorhersagen machte, erhielt Norman Borlaug den Friedensnobelpreis in Anerkennung seines Beitrags zur Vermeidung des Hungers in der Welt. Was hat Paul Ehrlich, und mit ihm die gesamte Umweltbewegung, in diesem Zusammenhang geleistet?

Als Norman Borlaug gefragt wurde, ob er seine "Grüne Revolution" als Erfolg ansehe, antwortete er: "Yes, but it's a never-ending job." Die zusätzlichen 2 Milliarden Menschen, die in den nächsten 40 Jahren zu erwarten sind, können nur ausreichend ernährt werden, wenn die Gentechnik in der Landwirtschaft eingesetzt wird. Genau dagegen wenden sich die Umweltaktivisten, die Forschungsverbote fordern, Versuchsfelder verwüsten und Verbraucher verunsichern. Wenn es den Grünen gelingt, die Anwendung der Biotechnologie in der Landwirtschaft zu verhindern, dann wird sich die Unterernährung in den Entwicklungsländern wieder ausbreiten.

Grüne Fehlhaltungen

Die Fehlorientierung der Grünen zeigt sich auch in ihrer Reaktion auf das starke Anwachsen der Weltbevölkerung im letzten Jahrhundert. Folgende Fehlhaltungen sind festzustellen:

Literatur

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