Mehr Freiheit - weniger Staat

Klima der Angst

"In brief, a decade of focus on global warming and billions of dollars of research funds have still failed to establish that global warming is a significant problem." Richard Lindzen, Professor of Meteorology, Massachusetts Institute of Technology

Der Treibhauseffekt einiger Spurengase
Die Mängel grüner Klimamodelle
Kohlendioxid verursacht nicht Klimawandel
Die Folgen einer globalen Erwärmung
Keine wissenschaftliche Übereinkunft
Die Ziele der grünen Klimapolitik

Der Treibhauseffekt einiger Spurengase

Wasserdampf und einige Spurengase haben die Eigenschaft, den sichtbaren Teil der Sonneneinstrahlung passieren zu lassen, aber die langwellige Infrarotstrahlung zu blockieren. Das bewirkt eine Erwärmung der Atmosphäre, denn die von der Sonne kommende Energie wird zu einem erheblichen Teil von der Erde im Infrarotbereich zurückgestrahlt und in der Atmosphäre von den Treibhausgasen absorbiert. Ohne diesen Treibhauseffekt würden die Temperaturen auf der Erde um 33 °C niedriger sein, als es heute der Fall ist.

Mindestens 90% der Treibhauswirkung verdanken wir dem Wasser, den Rest einigen Gasen, die in Spuren in der Atmosphäre vorkommen. Dazu gehören: Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Distickstoffmonoxid (N2O), Ozon (O3), und Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe (FCKW).

Als Treibhausbewirker sind die Spurengase im Vergleich zum Wasser unbedeutend. Die Atmosphäre kann bis zu 4% Wasserdampf enthalten, aber nur knapp 0,04% der Atmosphäre bestehen aus Kohlendioxid, dem quantitativ weitaus bedeutendsten Spurengas. Kann eine Erhöhung des Kohlendioxidsanteils Auswirkungen auf das Klima haben? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir verstehen, wie der Treibhauseffekt entsteht.

Wenn innerhalb der Atmosphäre von einem Kohlendioxid-Molekül die Wärmeabstrahlung der Erde absorbiert wird, erwärmt sich das absorbierende Molekül. Durch Konvektion (Wärmeübertragung) wird die absorbierte Strahlungsenergie an die umgebenden Luftanteile übertragen. Luft dehnt sich bei Erwärmung aus und wird dadurch bezogen auf die Volumeneinheit leichter als die umgebende kühlere Luft. Die erwärmte Luft steigt deshalb auf und kühlt sich dabei allmählich wegen der Druckabnahme wieder ab. Die aufgenommene Wärme wird deshalb grundsätzlich nach oben in Richtung Weltall abgeführt.

Die Treibhausgase verlangsamen die Wärmeabgabe der Erde, können aber die Transportrichtung der Wärmeabfuhr nicht ändern. Eine Rückstrahlung der Wärme auf die Erdoberfläche wäre nur durch Reflexion möglich. In der grünen Propaganda werden die Treibhausgase als eine Art Reflexionsschicht dargestellt, ähnlich einer Alu-Folie in der Wärmeisolierung eines Daches. Doch das trifft nicht zu. Innerhalb von gleichförmigen Gasen treten keine Reflexionen auf. Diese gibt es nur an Grenzschichten von Stoffen unterschiedlicher optischer Dichte oder an Grenzen von Aggregatzuständen (fest, flüssig und gasförmig), nicht aber innerhalb von homogenen Stoffen, wie z. B. Luft. Im Gegensatz zu den Spurengasen besitzt Wasserdampf eine ausgeprägte Reflexionsfähigkeit, die wir z. B. bemerken, wenn nachts eine Wolkendecke die Infrarotstrahlung der Erde reflektiert und es dadurch erheblich wärmer ist, als in einer wolkenlosen Nacht.

Eine thermische Rückstrahlung der angeregten Kohlendioxid-Moleküle ist nicht möglich. Der 2. Hauptsatz der Thermodynamik besagt, daß eine Wärmeübertragung nur stattfindet, wenn der Sender wärmer ist als der Empfänger. Nun ist es im größten Teil der Troposphäre sehr kalt. Die unterste Schicht der Atmosphäre erstreckt sich bis zu einer Höhe von circa 11 Kilometer über den Polen und bis zu 16 Kilometer über dem Äquator. Die Temperatur nimmt mit der Höhe um etwa 5 bis 6 °C pro Kilometer ab. An der Obergrenze mißt man -50 °C. Eine thermische Rückstrahlung in die warme erdnahe Zone ist deshalb nicht möglich.

Es wurde auch vermutet, daß die von der Erde abgehende Strahlung teilweise von den Treibhausgasen absorbiert und entsprechend den Gesetzen der Quantenphysik in gleichem Maße reemitiert wird. Dieser quantenphysikalische Effekt ist nur unter bestimmten Bedingungen erzielbar. Innerhalb von Gasen läßt sich eine Energieabgabe einzelner Gasmoleküle in Form von Strahlung nur erreichen, wenn entweder die Gase einem vakuum-ähnlichen Druck unterliegen, oder aber die dem Gas zugeführte und dann wieder abzugebende Leistung sehr hoch ist. In der Troposphäre gibt es weder die eine noch die andere Voraussetzung für das Auftreten quantenphysikalischer Reemission empfangener Wärmestrahlung.

Es ist deshalb den Spurengasen kaum möglich, das Wettergeschehen in erdnahen Luftschichten zu beeinflussen. In tieferen Bereichen der Atmosphäre wird der Wärmehaushalt durch das thermodynamische Gleichgewicht bestimmt, das sich aus den thermodynamischen Eigenschaften der Atmosphärenbestandteile ergibt. In der Troposphäre geben Gase die durch Strahlungsabsorption zugeführten Energiemengen über Konduktion (Wärmeleitung) und Konvektion, nicht jedoch über Strahlung ab. Die grünen Klimamodelle mißachten die physikalischen Grundlagen des Treibhauseffektes, denn sie beruhen auf Berechnungen eines Strahlungsgleichgewichts über den gesamten Gas-Bereich der Atmosphäre bis hinunter zum Erdboden.

Eine Strahlungsbilanz ist nur sinnvoll an der Grenze der Atmosphäre zum Weltall, nicht aber innerhalb der Atmosphäre, wo die Gesetze der Thermodynamik den Treibhauseffekt erklären. Erst an der der obersten Grenzschicht der Atmosphäre, am Übergang vom Gas-Zustand zum vakuum-ähnlichen Weltall, findet der Energieaustrag aus der Atmosphärenluft statt. Dort fangen Gase an, auch geringe Energiemengen über Strahlung abzugeben, weil die anderen, weitaus leistungsstärkeren Wege der Energieübertragung, nämlich Konduktion und Konvektion, nicht mehr möglich sind.

Welchen Einfluß hat in diesem Zusammenhang ein Anstieg des Kohlendioxidgehalts der Atmosphäre auf das Klima? Im letzten Jahrhundert stieg dieser Anteil von 290 ppm (parts per million) im Jahr 1900 auf 360 ppm im Jahr 2000. Ein Großteil dieser Zunahme ist auf die verstärkte Nutzung fossiler Brennstoffe zurückzuführen.

Die folgende Grafik zeigt zeigt die Absorptionsfähigkeit verschiedener Gase und der gesamten Atmosphäre als Funktion der Wellenlänge der Strahlung. Eine Absorption von 0 zeigt an, daß überhaupt keine Absorption stattfindet, während ein Wert von 1 eine vollständige Absorption angibt. Die Infrarotstrahlung, um die es hier geht, wird hauptsächlich von Wasserdampf (H2O) und Kohlendioxid (CO2) absorbiert.

Absorptionsfähigkeit von Gasen

Aus der Grafik ist ersichtlich, daß die Absorptionsspektren von Wasser und Kohlendioxid teilweise übereinstimmen. Die Überlappung der beiden Spektren bedeutet, daß das seltene Spurengas Kohlendioxid in Konkurrenz mit dem viel häufigeren Wasser um die Infrarotstrahlung steht. Bereits jetzt wird im Absorptionsspektrum von Kohlendioxid nahezu die gesamte Strahlung absorbiert. Wenn das vorhandene Kohlendioxid schon deutlich mehr als 90% der von der Erde kommenden Infrarotstrahlung absorbiert, dann kann eine Erhöhung des Kohlendioxidmenge nur noch eine äußerst geringe Steigerung der Absorptionsleistung bewirken.

Je höher der Sättigungsgrad des Absorptionsbandes, desto mehr Kohlendioxid ist notwendig, um die Absorptionswirkung zu steigern. Die Absorptionsleistung folgt nicht linear, sondern logarithmisch, der Mengenerhöhung. Ein Beispiel soll dies veranschaulichen. Stellen wir uns ein Fenster vor, an dem mehrere Jalousien angebracht sind. Diese Rolläden haben die Eigenschaft, jeweils die Hälfte des Lichts zurückzuhalten. Wenn wir die erste Jalousie herunterziehen, dann blockieren wir damit die Hälfte des einfallenden Lichts. Der zweite Rolladen blockiert die Hälfte des dann noch eintreffenden Lichts, also ein Viertel der ursprünglichen Lichtmenge. Die dritte Jalousie hält gerade noch ein Achtel des Gesamtlichts zurück.

Die logarithmische Beziehung zwischen Menge und Absorptionsleistung ist beim Kohlendioxid noch ausgeprägter als im obigen Beispiel. Wenn wir den Treibhauseffekt des atmosphärischen Kohlendioxids vor der Industrialisierung betrachten, dann waren 20 ppm (parts per million) erforderlich, um die erste Hälfte des Treibhauseffektes zu erreichen, während die zweite Hälfte zusätzliche 260 ppm erforderte.

Eine weitere Erhöhung der Absorptionsleistung ist in vollständig gesättigten Bändern überhaupt nicht erreichbar, denn es ist nicht möglich, mehr als 100% der eintreffenden Strahlung zu absorbieren. In den fast gesättigten Bereichen müßte man die Kohlendioxidmenge gegenüber dem jetzigen Stand vervielfachen, um eine minimale Wirkung zu erzielen. Eine Verdopplung des Kohlendioxidgehalts der Atmosphäre, die bei einer Fortschreibung des gegenwärtigen Trends bis zum Ende des Jahrhunderts zu erwarten wäre, hätte keinen meßbaren Einfluß auf die Absorptionsleistung und damit die Temperaturen.

Die Mängel grüner Klimamodelle

Das Klima wurde Gegenstand der Politik, als 1988 der NASA-Wissenschaftler James Hansen vor dem US-Senat aussagte, daß ein enger Zusammenhang zwischen dem im 20. Jahrhundert beobachteten Temperaturanstieg und der von Menschen verursachten Freisetzung von Treibhausgasen bestünde. Da letztere ständig zunehmen, müßten auch erstere kräftig steigen. Hansen prognostizierte einen globalen Temperaturanstieg von 0,3 °C bis zum Ende des Jahrhunderts (tatsächlich: 0,1 °C) und einen dramatischen Anstieg des Meeresspiegels (tatsächlich: 0,0).

Die politische Klasse nahm diesen Alarmruf dankbar auf. Die Vereinten Nationen errichteten eine transnationale Bürokratie unter den Namen Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), die Empfehlungen zur Klimapolitik erarbeiten soll. Im Jahr 2001 veröffentlichte die UNO den 3. Assessment Report des IPCC, mit dem wir uns hier etwas näher beschäftigen wollen.

Die Hauptgrafik in diesem Bericht war die berüchtigte Hockeyschläger-Kurve, die an sechs verschiedenen Stellen der Veröffentlichung dargestellt wurde. Das folgende Bild, das wir dem Artikel von Christopher Monckton im Sunday Telegraph vom 5.11.2006 entnommen haben, zeigt diese IPCC-Kurve in der oberen Hälfte, darunter ist der Graph der tatsächlichen Temperaturentwicklung während der letzten 1.000 Jahre abgebildet.

Klimaänderungen

Die UNO behauptet mit ihrer Hockeyschläger-Kurve, daß die Temperaturen vom Jahr 1000 bis zum Jahr 1900 konstant geblieben sind (der Schaft des Hockeyschlägers), um dann im 20. Jahrhundert einen völlig außergewöhnlichen Anstieg zu erfahren (das gebogene Endstück des Schlägers). Damit wird suggeriert, daß im letzten Jahrhundert eine besorgniserregende Temperaturanomalie aufgetreten wäre.

Die UNO hat diese groteske Verzerrung der Klimageschichte erreicht, indem sie eine kreative Statistik betrieb:

Diese statistischen Manipulationen haben den Zweck den Eindruck zu erwecken, daß das 20. Jahrhundert klimageschichtlich eine große Ausnahme gewesen sei. Der Hauptgrund für die globale Erwärmung soll das bei der Nutzung fossiler Brennstoffe freigesetzte Kohlendioxid sein.

Die IPCC-Klimamodelle haben zwei Mängel, die sie für jede ernsthafte Prognose unbrauchbar machen:

1. Kein experimenteller Beweis der Haupthypothese

In der Wissenschaft ist es seit Anfang der 1970er Jahre allgemein anerkannt, daß die von der Erde ausgehende langwellige Strahlung in der Troposphäre durch Kohlendioxid kaum absorbiert wird und deshalb dieses Spurengas dort keinen nennenswerten Treibhauseffekt hat. Aber die Grünen wissen sich zu helfen. Seit den 1980er Jahren behaupten sie, daß die hinausgehende Infrarotstrahlung irgendwie in der Tropopause, der zwischen Troposphäre und der darüberliegenden Stratosphäre liegenden Schicht, abgefangen und zur Erde zurückgestrahlt wird.

In der Troposphäre befinden sich 80% der Masse aller Gase und 99% des Wasserdampfes der Atmosphäre. Da in der Troposphäre Wasser in sehr großen Mengen vorhanden ist und sich die Absorptionsbänder von Wasser und Kohlendioxid weitgehend überlappen, bleibt dort für das seltene Spurengas Kohlendioxid keine nennenswerte Infrarotstrahlung übrig, die es absorbieren könnte.

In der Tropopause gibt es zwar keine Konkurrenz zwischen Wasser und Kohlendioxid um die langwellige Strahlung, aber auch kaum noch Kohlendioxid, um die günstige Situation zu nutzen. Die Tropopause beginnt in einer Höhe von 11 bis 16 Kilometern, hat eine Durchschnittstemperatur von -60 °C und eine sehr niedrige Luftdichte. Es gibt keine physikalische Erklärung dafür, wie aus dieser erdfernen Schicht Wärme zur Erdoberfläche oder in erdnahe Schichten zurückgeführt werden könnte. Demzufolge ist es nicht erstaunlich, daß es bis heute nicht gelungen ist, einen experimentellen Nachweis für die behauptete Wärmeübertragung zu geben.

"The question is this: what temperature effect arises at the surface if there is a radiative (or, better put) emissivity forcing at the tropopause? This is surprisingly difficult to quantify. It can't be determined by experiment." Christopher Monckton

Die IPCC-Klimamodelle behaupten einen Treibhauseffekt in der Tropopause, ohne daß es bisher gelungen wäre, ihn zu messen. In den Naturwissenschaften zieht man aus der Unmöglichkeit, eine Annahme empirisch zu beweisen, den Schluß, daß die Annahme falsch ist. Nicht so in der grünen Klimalehre. Sie gibt sich dadurch als Religion zu erkennen, deren Aussagen auf Glauben, nicht aber auf Wissen beruhen.

2. Willkürliche Quantifizierung von Rückkopplungswirkungen

Die Klimamodelle gehen davon aus, daß eine durch mehr Treibhausgase verursachte Temperaturzunahme zu Rückkopplungseffekten führt, die den Temperaturanstieg noch zusätzlich verstärken. So würde z. B. das Schmelzen von Eis zu einer Abnahme der Reflexion der Sonneneinstrahlung führen, wodurch sich die Erde zusätzlich erwärmt.

Es gibt in der Natur sicherlich Rückkopplungen, die sowohl zu einem Ansteigen, als auch einem Absinken der Temperaturen führen. Die Frage ist nur: wann, wo, wieviel? Die Klimamodelle geben darauf willkürliche Antworten, die nicht empirisch belegbar sind. Statt sich um Beweise für ihre Annahmen zu bemühen, überbieten sich die Klimamodellierer in phantasiereichen Konstruktionen. Gewonnen hat der, dessen Rückkopplungsmodell zum höchsten Temperaturanstieg führt.

Ein Klimamodell ohne empirisch abgesicherte Rückkopplungswerte ist wertlos. So hat z. B. die Temperatur erhebliche Auswirkungen auf den Wasserdampf, der für bis zu 98% des Treibhauseffektes verantwortlich ist. Schon geringe Änderungen in den Annahmen über die erdnahen Wolken entscheiden darüber, ob das Klimamodell eine Warmzeit oder eine Kaltzeit prognostiziert.

Die UNO nimmt in ihren Prognosen an, daß die Rückkopplungen den Temperatureffekt einer gegebenen Menge Kohlendioxid verdreifachen würden. Empirische Beweise für diese Annahme kann die UNO nicht vorlegen. Unter diesen Umständen sagen die IPCC-Klimamodelle nichts über die Realität, aber viel über die politischen Absichten ihrer Schöpfer aus.

Kohlendioxid verursacht nicht Klimawandel

Das Wettergeschehen ist so unfreundlich, sich nicht an die Vorgaben der grünen Klimamodelle zu halten. Wir wollen hier an einigen Beispielen zeigen, daß die Realität anders ist, als von den Grünen behauptet.

Die globale Durchschnittstemperatur, gemessen durch Bodenstationen, ist nach Auffassung des IPCC im letzten Jahrhundert um 0,6 °C gestiegen. 70% des Anstiegs erfolgte zwischen 1910 und 1940, als es weltweit um 0,4 °C wärmer wurde, obwohl der größte Teil der durch menschliche Aktivitäten freigesetzten Treibhausgase erst nach 1940 in die Atmosphäre gelangte. Von 1940 bis 1975 sanken die Temperaturen, obwohl die Nutzung fossiler Brennstoffe in diesem Zeitraum stark zunahm. Die Kohlendioxidmenge in der Atmosphäre wuchs in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts sehr gleichmäßig um 0,35% pro Jahr. Warum sind die Temperaturen nicht linear dazu gestiegen?

Die heutigen Grünen bemühen sich nicht um eine Antwort auf diese Frage. Sie ziehen es vor, die damalige Kälteperiode zu ignorieren. Sie verraten damit ihre eigenen Traditionen, denn die Grünen der damaligen Zeit reagierten auf die Kaltzeit, die immerhin ein Drittel des letzten Jahrhunderts einnahm, mit der Warnung vor einer neuen Eiszeit, die nach ihrer Ansicht unmittelbar bevorstand. So wie die Grünen die Welt heute vor dem Hitzetod retten, bewahrten sie damals die Menschheit vor dem Kältetod. Wir dokumentieren aus der Kältephase der Grünen drei Stellungnahmen, die stellvertretend für viele andere stehen:

"Certain signs, some of them visible to the layman as well as the scientist, indicate that we have been watching an ice age approach for some time without realizing what we are seeing ... Scientists predict that it will cause great snows which the world has not seen since the last ice age thousands of years ago." Betty Friedan, 1958

"The world has been chilling sharply for about twenty years. If present trends continue, the world will be about four degrees colder for the global mean temperature in 1990, but eleven degrees colder in the year 2000. This is about twice what it would take to put us into an ice age." Kenneth Watt, Ökologe, 1970.

"The threat of a new ice age must now stand alongside nuclear war as a likely source of wholesale death and misery for mankind." Nigel Calder, 1975.

Nach dem Temperaturrückgang von 1940 bis 1975 stiegen die Temperaturen wieder an, um bis heute den Höchstwert von 1940 um 0,2 °C zu übertreffen. Für die Umweltbewegung entstand nach 1975 eine neue Lage, da die angekündigte Eiszeit immer länger auf sich warten ließ. Die Grünen haben dieses Problem in einer Weise gelöst, die für totalitäre Bewegungen typisch ist. Plötzlich behaupten sie das Gegenteil dessen, was gestern noch gültig war. Ohne Diskussionsprozeß, ohne langwierige Beweisaufnahme, wird ein Dogma durch ein anderes ersetzt.

In den IPCC-Berichten wird die Existenz der mittelalterlichen Wärmeperiode verschleiert. Es gibt eine Fülle empirischer Belege, wie Baumringe, Bohrkerne, historische Chroniken, die beweisen, daß es im Mittelalter weltweit bis zu 3 °C wärmer war aus heute. Damals gab es, im Gegensatz zu heute, keine Gletscher in den tropischen Anden und die Wikinger betrieben auf Grönland an Orten Ackerbau und Weidewirtschaft, wo heute Permafrost herrscht. Ähnliche Wärmeperioden gab es zu Beginn unserer Zeitrechnung und in der Bronzezeit. Aus vielen historischen Berichten wissen wir, daß die Wärmeperioden für die Menschen gute Zeiten waren.

Die grüne Klimalehre kann auch die großen Kalt- und Warmzeiten der Erdgeschichte nicht erklären. In den letzten 600.000 Jahren gab es 4 Eiszeiten, die jeweils 50.000 bis 110.000 Jahre dauerten und 3 Warmzeiten, die jeweils 60.000 bis 190.000 Jahre anhielten. Während der Kälteperioden lagen in Mitteleuropa die Temperaturen 8 - 12 °C tiefer als heute. In der letzten Eiszeit waren weltweit 55 Millionen qkm eisbedeckt, heute sind es 15 Millionen qkm. Wie erklären die Anhänger der Treibhausgas-Hypothese die Tatsache, daß die letzte Eiszeit vor 12.000 Jahren plötzlich zu Ende ging? Haben unsere Vorfahren damals einige Lagerfeuer zu viel gemacht und damit die heutige Warmzeit ausgelöst?

Es ist vielfach bewiesen, daß die großen Warmzeiten nicht durch einen Anstieg des Kohlendioxidgehalts der Atmosphäre bewirkt wurden. Vielmehr war es umgekehrt: erst wurde es wärmer, danach stieg die Menge des atmosphärischen Kohlendioxids. Diese zeitliche Abfolge erklärt sich aus der Wasserlöslichkeit von Kohlendioxid. Die Ozeane enthalten 50 mal mehr Kohlendioxid als die Atmosphäre. Die Wasserlöslichkeit von Kohlendioxid nimmt bei steigender Temperatur stark ab. Eine Erhöhung der Temperatur führt deshalb zu einer vermehrten Ausgasung von Kohlendioxid aus den Weltmeeren.

Die Folgen einer globalen Erwärmung

Nach Berechnungen der UNO ist es im letzten Jahrhundert um 0,6 °C wärmer geworden. In der grünen Propaganda wird behauptet, daß eine globale Erwärmung immer zu Naturkatastrophen führt. Die grünen Propheten drohen uns mit dem Abschmelzen der Gletscher, dem beschleunigten Ansteigen des Meeresspiegels auf ein Niveau weit oberhalb der niedrigen Küstengebiete, der Zunahme von extremen Wetterereignissen, wie schweren Stürmen, sintflutartigen Niederschlägen, Überschwemmungen und Trockenzeiten. Sind diese Prophezeiungen bisher eingetreten?

Es gibt keinen weltweiten Trend zum Abschmelzen der Gletscher. Innerhalb Europas schrumpfen die alpinen Gletscher, die skandinavischen Gletscher werden größer, die kaukasischen bleiben stabil.

Eine Untersuchung des größten Alpengletschers, des Großen Aletsch in der Schweiz, läßt erkennen, daß der Gletscher in Zyklen wächst und schrumpft. Es gab bereits zwei Minima im 8. und im 1. Jahrhundert. Der heutige Gletscherrückzug begann bereits um 1850 und dauert bis heute an. Der Masseverlust entspricht dem der beiden großen Vorgänger im 8. und 1. Jahrhundert. Im Zeitraum von 700 bis 750 fand ein 2.000 Meter langer Rückzug innerhalb von nur 50 Jahren statt. Vor unserer Zeitrechnung war der Große Aletsch noch kleiner als heute. Während der letzten 10.000 Jahre waren die Alpen wiederholt nahezu frei von Gletschern. Diese Gletscherzyklen sind natürlichen Ursprungs. Der Mensch hat auf sie keinen Einfluß.

Der Kilimandscharo im Nordosten Tansanias hat im letzten Jahrhundert 80% seines Gletschers verloren. Der Grund für diesen Rückzug liegt nicht in höheren Temperaturen, sondern in der Rodung der Wälder am Fuße des Berges. Dadurch wurde das lokale Klima trockener und es fielen weniger Niederschläge. Dieser Gletscherrückgang wurde zwar vom Menschen verschuldet, hat aber nichts mit Kohlendioxid zu tun.

Die Temperaturen in Grönland steigen seit 1990 an, nachdem sie von 1930 bis 1990 ständig gesunken waren. Die heutigen Temperaturen sind etwas niedriger als die von 1930. Um das Jahr 1000 war es in Grönland 1 °C wärmer als heute. Nach der kleinen Eiszeit von 1550 bis 1850 erreichten die Temperaturen um 1930 einen Höhepunkt, um danach bis 1990 wieder zu fallen. Diese Temperaturveränderungen entsprechen einem natürlichen Zyklus. Ein Zusammenhang mit dem atmosphärischen Kohlendioxid ist nicht nachweisbar.

In der Arktis wird es seit 1950 kälter. Die Temperatur sank bis heute um 0,4 °C. Die Eisdecke der Arktis hat abgenommen, weil veränderte Meeresströmungen wärmeres Wasser in das Polargebiet gebracht haben. Außerdem erhöhte sich die Sonneneinstrahlung während der arktischen Sommer.

Auch in der Antarktis, die 90% der globalen Eisvorräte enthält, wurde es in den letzten 50 Jahren kälter. Alle Untersuchungen vor Ort kommen zu dem Ergebnis, daß die antarktischen Eismassen im letzten Jahrhundert erheblich zugenommen haben. Das gilt auch für die Westantarktis, von der behauptet wurde, daß dort das Eis schmilzt. Eine Forschergruppe des California Institute of Technology hat festgestellt, daß das Eis des Ross Eisstromes in der Westantarktis jährlich um 26,8 Milliarden Tonnen wächst.

Der von den Grünen prophezeite verstärkte Anstieg des Meeresspiegels läßt auf sich warten. In den letzten 150 Jahren gab es keinen Trend zu einer beschleunigten Meeresspiegelerhöhung. Seit dem Ende der letzten Eiszeit vor 12.000 Jahren ist ein stetiger Anstieg zu verzeichnen, der in diesem Zeitraum 120 Meter betrug. Es handelt sich hierbei um einen globalen Trend, obwohl lokal durchaus Oszillationen auftreten können. Dieser Anstieg von 1 Meter je Jahrhundert im langjährigen Durchschnitt ist nicht auf menschliche Einflüsse zurückzuführen. Ein wesentlicher Anstieg des Meeresspiegels wäre nur möglich, wenn die Eismassen in der Antarktis in großem Ausmaß schmelzen. Tatsächlich ist aber am Südpol ein gegenläufiger Trend zu beobachten.

"There has been much concern about whether small, low-lying islands such as the Maldives or Tuvalu will be swamped, but, for geological reasons, nearly all islands that are low-lying are of coral. Corals are more than capable of growing fast enough to match what the UN says is the current rate at which sea levels are rising, and, in the past, have coped with a rate ten times greater." Christopher Monckton

Es gab im letzten Jahrhundert keine Zunahme der extremen Wetterereignisse. So hat z. B. die Zahl der schweren Stürme keineswegs zugenommen. Das National Hurricane Center der USA stellte fest: "... during the forty year period 1961 - 2000 both the number and intensity of land-falling U.S. hurricanes decreased sharply."Auch die Intensität der Stürme hat sich nicht erhöht.

Im Jahr 2005 wurden die USA von den Wirbelstürmen Katrina und Rita heimgesucht. Die Grünen versuchten daraus politisches Kapital zu schlagen, indem sie behaupteten, daß diese Stürme Folge der globalen Erwärmung seien. Dabei wird unterschlagen, daß seit 1950 die Zahl der großen Hurricanes (Kategorien 3-5 auf der Saffir-Simpson Skala) stark zurückgegangen ist, nämlich von durchschnittlich 10 je Saison im Zeitraum 1930-1950 auf 3 schwere Hurricanes je Saison heute. Patrick Michaels, Professor of environmental sciences an der University of Virginia verweist darauf, daß dieser Trend weltweit zu beobachten ist: "In other parts of the world ... such as in the Western and Eastern Pacific, and in the Southern Hemisphere oceans, tropical cyclone frequency has declined since the early 1990s."

Das letzte Jahrhundert hat gezeigt, daß eine globale Erwärmung keine schrecklichen Folgen hat. Sollte es in diesem Jahrhundert noch wärmer werden, dann hätte das nicht die schlimmen Konsequenzen, die uns die Grünen androhen. Wir wissen aus der Vergangenheit, daß Warmzeiten für die Menschen weitaus mehr Vorteile als Nachteile brachten. Während der Wärmeperiode im Mittelalter, die von 1000 bis 1400 immerhin 4 Jahrhunderte umfaßte, traten die Meere nicht über ihre Ufer, es gab nicht mehr extreme Wetterereignisse als sonst, aber die Landwirtschaft war ertragreicher als in kälteren Zeiten und die Menschen waren gesünder. In der folgenden Eiszeit sanken die Ernteerträge erheblich, es herrschten Hunger und Krankheit.

Die globale Erwärmung stellt keine Gefahr oder Bedrohung dar. Die Grünen gehen von der Annahme aus, daß das gegenwärtige Klima optimal sei. Das ist keineswegs der Fall. Ein wärmeres Klima wäre für die gesamte Weltbevölkerung von Vorteil.

So ist z. B. die Erhöhung des Kohlendioxidgehalts der Atmosphäre für das Klima unerheblich, aber für die Wirtschaft ein Segen. Jedes Kohlenstoff-Atom eines Lebewesens stammt mittelbar aus dem Kohlendioxid der Luft. Dieses Gas wird von den grünen Pflanzen in der Photosynthese zum Aufbau von Kohlenhydraten verwendet. Kohlendioxid ist einer der Grundbausteine des Lebens, und nicht ein Schadstoff, wie von den Grünen behauptet.

Kohlendioxid ist ein entscheidender Faktor für das Pflanzenwachstum. Je mehr von diesem Gas in der Luft vorhanden ist, desto schneller wachsen die Pflanzen und desto bessere Erträge liefern sie. Eine Verdopplung des atmosphärischen Kohlendioxids würde die Pflanzenproduktion um circa 50% erhöhen. In künstlich begasten Gewächshäusern wird dieser Effekt bereits genutzt. Der Anstieg des Kohlendioxidgehalts im letzten Jahrhundert hat schon weltweit zu einer erkennbaren Verstärkung des Pflanzenwachstums geführt. So ist z. B. die Sahelzone in den vergangenen 2 Jahrzehnten deutlich grüner geworden. Eine verstärkte Nutzung der fossilen Brennstoffe wäre für die Entwicklungsländer ein Akt der Hilfe. Kohlendioxid ist kein Klimakiller, sondern ein wirksamer Dünger, der kostenlos ist.

Keine wissenschaftliche Übereinkunft

Die politische Klasse verteilt die Forschungsgelder völlig fair und unparteiisch, aber zu einigen Forschern ist sie fairer und unparteiischer, als zu anderen. Das sind jene Wissenschaftler, welche die politisch gewünschten Ergebnisse liefern. Wer ein hohes Budget haben will und seine Karriere fördern möchte, tut gut daran, das zu sagen und zu schreiben, was seine Geldgeber hören und lesen wollen. Unter diesen Bedingungen ist es nicht erstaunlich, daß sich die Klimatologie in den vergangenen zwei Jahrzehnten politisiert hat.

Die Mehrheit der Klimatologen vertritt die grüne Klimalehre. Das kann aus Opportunismus geschehen. Es gibt aber auch eine Gruppe, die aus politischer Überzeugung handelt. Ein Beispiel dafür liefert Stephen Schneider, der 1989 in einem Zeitschrifteninterview sagte: "[We] are not just scientists but human beings as well. And like most people we'd like to see the world a better place ... To do that we need to get some broad-based support, to capture the public's imagination. That, of course, entails getting loads of media coverage. So we have to offer up scary scenarios, make simplified, dramatic statements, and make little mention of any doubts we might have ... Each of us has to decide what the right balance is between being effective and being honest."

Stephen Schneider ist Professor im Department of Biological Sciences und Senior Fellow am Institute for International Studies an der Stanford University. Er ist Herausgeber der Zeitschrift Climatic Change und der Encyclopedia of Climate and Weather sowie ein führender Autor von IPCC-Veröffentlichungen. Wir glauben, daß dieser Angehörige des IPCC-Establishments den Wissenschaftsbetrieb in seinem Umfeld sehr zutreffend beschrieben hat.

Es gibt aber auch eine bemerkenswert große Anzahl von Wissenschaftler, welche die Wahrheit suchen und sich in ihrer wissenschaftlichen Arbeit keinem politischen Programm unterwerfen. Es handelt sich um eine Minorität, aber wie so oft in der Wissenschaftsgeschichte hat auch in diesem Fall die Minderheit recht.

Wir dokumentieren hier einige Stellungnahmen von kritischen Klimatologen, die stellvertretend für viele andere stehen:

"Current climate models cannot simulate realistically the remarkable natural climate changes exemplified by the succession of ice ages and warm periods over the last 250,000 years. There may even be fundamental limitations to our ability to predict climate due to chaotic processes such as we already see in weather predictions. As a result, forecasts of future climate changes due to future emissions of greenhouse gases are very uncertain." Ronald Prinn, Professor of Atmospheric Chemistry am Massachusetts Institute of Technology

"The detection of human effects on the Earth's climate has not been convincingly proven because (1) the variations we have observed to date are not outside of the natural variations of the system and (2) the Earth system is very complex and probably has ways to expel heat energy which are not properly accounted for in climate models." John Christy, Professor of Atmospheric Science an der University of Alabama

"Most of the warming early in this century must have been due to natural causes of climate change. These natural causes must be understood in order to make an accurate assessment of the effect of any human climate influences added to the natural changes." Sallie Baliunas, Physikerin am Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics

Es gibt in der Wissenschaft keinen Konsens über den Klimawandel. Das beweisen viele öffentliche Stellungnahmen von Wissenschaftlern, welche die politisch gewünschte Klimalehre ablehnen. Einige dieser Erklärungen befinden sich auf der SEPP-Website.

Die Ziele der grünen Klimapolitik

Angst

Warum führen die Grünen ihren Kampf gegen die satanischen Treibhausgase? Und warum unterstützt die politische Klasse so einmütig diesen Kampf?

Die Interessen der Politiker sind ganz offenkundig. Die Verleumdung der fossilen Brennstoffe als Klimakiller erlaubt die Einführung neuer Steuern, die sonst nicht durchsetzbar gewesen wären. In Deutschland nahm der Staat im Jahr 2004 insgesamt 56 Milliarden Euro an umweltbezogenen Steuern ein. Von 1995 bis 2004 stiegen diese Steuern um 28%. Den größten Teil der Umweltsteuern machen die Energiesteuern aus, die sich in 2004 auf 48 Milliarden Euro beliefen. Dazu gehören die 1999 im Rahmen einer ökologischen Steuerreform eingeführte Ökosteuer auf Strom, Gas, Heizöl und Benzin sowie die Mineralölsteuer, die in den vergangenen Jahren fortlaufend erhöht wurde. Heute kassiert der Staat je Liter Benzin 65,45 Cent und je Liter Diesel 47,05 Cent an Steuern.

Die politische Klasse verfolgt mit dem Schüren der Klimahysterie noch ein weitergehendes Ziel, nämlich die Einführung einer ökologistischen Planwirtschaft, die der Kommandowirtschaft der untergegangenen Sowjetunion sehr ähnlich ist. Unter Berufung auf das Kyoto-Protokoll der UNO von 1997, das von der Europäischen Union unterzeichnet wurde, hat man eine Energiezwangsverwaltung eingerichtet, die Unternehmen der Energiewirtschaft und energieintensiven Industriezweigen vorschreibt, wieviel Kohlendioxid sie an die Atmosphäre abgeben dürfen. Eine Planungsbehörde vergibt z. B. an Stahlwerke, Zement-, Glas- und Papierhersteller Berechtigungsscheine für die Abgabe einer vom Staat festgelegten Menge an Treibhausgasen. Wenn die Unternehmen mit den ihnen zugeteilten Emissionsrechten nicht auskommen, können sie noch weitere hinzukaufen. Andererseits darf man überschüssige Emissionsrechte verkaufen.

Übersteigt der Kohlendioxidausstoß eines Unternehmens seine Emissionsrechte, muß es für jede zusätzliche Tonne Kohlendioxid eine Strafe von 40 Euro zahlen, ab 2008 erhöht sich diese Strafe auf 100 Euro. Die Emissionsrechte werden von 2005-2007 kostenlos verteilt, ab 2008 sollen sie vom Staat versteigert werden.

Ein von der Regierung so genannter Nationaler Allokationsplan (NAP) legt fest, welche Unternehmen, zu welchen Bedingungen, wieviele Emissionszertifikate erhalten. Über den NAP erhält die politische Klasse eine ungeheure Macht über die Wirtschaft.

Im Rahmen des Kyoto-Protokolls ist Deutschland die Verpflichtung eingegangen, bis 2012 die Abgabe von Treibhausgasen um 21% gegenüber dem Referenzjahr 1990 zu senken. Im Jahr 2004 emittierte die deutsche Industrie 38% weniger an Treibhausgasen als 1990. Das liegt zum Teil am Zusammenbruch der maroden DDR-Industrie, vor allem aber an den hohen Energiepreisen in Deutschland und weiteren Standortnachteilen. Das zwang viele Unternehmen entweder zur Einstellung ihrer Produktion oder zu deren Verlegung ins kostengünstigere Ausland.

Obwohl die deutsche Industrie schon weitaus mehr eingespart hat, als vom Kyoto-Protokoll vorgeschrieben, verknappt die Bundesregierung weiterhin die Emissionrechte. Im Geltungszeitraum von 2005-2007 erlaubten die in Deutschland ausgegebenen Emissionsrechte den Ausstoß von jährlich 499 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Für den Zeitraum 2008-2012 wurde diese Menge auf 482 Millionen Tonnen Kohlendioxid reduziert. Das bedeutet z. B. für den Energiesektor, daß er seine Emissionen um 15% gegenüber dem jetzigen Stand senken muß. Die Kosten für diese unsinnige Politik haben die Kunden der Energiewirtschaft zu tragen.

Die Bundesregierung selbst beziffert in ihrem Energiebericht von 2001 die volkswirtschaftlichen Kosten der Einhaltung des Kyoto-Protokolls bis zum Jahr 2020 auf 256 Milliarden Euro. Tatsächlich sind diese Kosten weitaus höher, denn die Klimapolitik hat viele Arbeitsplätze vernichtet, deren Wertschöpfung nun nicht mehr zur Verfügung steht.

Für die Zukunft ist noch Schlimmeres zu befürchten. In nationalen und internationalen Regierungskreisen plant man, die Emissionen von Kohlendioxid bis 2050 um mehr als 80% gegenüber dem jetzigen Stand zu senken. Dieser Plan kommt einem wirtschaftlichen Harakiri gleich, denn die fossilen Brennstoffe sind auf absehbare Zeit nicht zu ersetzen, siehe dazu unsere Seite über Energie.

Die Klimapolitik führt uns in eine vorindustrielle Zeit zurück. Das hat zwar für den Normalbürger einige Härten, aber für die Grünen erfüllt sich damit ein Herzenswunsch. Sie predigen uns schon immer ein "Zurück zur Natur" und sie sagen ganz offen, daß die zukünftige Klimakatastrophe nur vermieden werden könnte, wenn wir alle unseren Lebensstil grundlegend ändern. Dank der Klimapolitik kann dieser atavistische Traum wahr werden.

Vorherige Seite Startseite Nächste Seite