Mehr Freiheit - weniger Staat

Ozon in der Politik

"The scientific evidence does not support the Montreal Protocol and all subsequent efforts to phase out CFCs, haloes, methyl bromide, carbon tetrachloride, and other important chemicals." Fred Singer

Angst und Schrecken als Herrschaftsmittel
FCKW beeinflussen nicht die Ozonschicht
Natürliche Veränderungen der Ozonschicht
Ultraviolette Strahlung und Hautkrebs
Die Motive der Ozonpolitik

Angst und Schrecken als Herrschaftsmittel

Angst

Der Frühökologismus erzielte einen seiner größten Erfolge im Kampf um das Ozon, als es gelang, durch angsteinflößende Propaganda ein weltweites Verbot bestimmter effizienter, sicherer und preiswerter Chemikalien durchzusetzen. Das grüne Horrormärchen geht so:

  1. Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe (FCKW), die als Treibmittel in Spraydosen, zum Schäumen von Kunststoffen und als Kühlmittel genutzt werden, steigen als Gase in der Atmosphäre langsam auf und erreichen nach mehreren Jahren die Stratosphäre.
  2. Dort spaltet die UV-Strahlung die FCKW-Moleküle und setzt dadurch Chlorradikale frei.
  3. Die freigesetzten Chloratome wirken als Katalysator bei der Zerstörung von Ozon. Da Katalysatoren unverändert aus chemischen Reaktionen hervorgehen, kann ein Chlorradikaler bis zu 100.000 Ozonmoleküle zerstören.
  4. Die FCKW machen auf diese Weise Löcher in die Ozonschicht, die uns vor den ultravioletten Strahlen der Sonne schützt.
  5. Eine vermehrte UV-Strahlung führt zu: Ansteigen der Hautkrebserkrankungen, Zunahme von Augenschädigungen, Schwächung des Immunsystems, Aussterben der Frösche, Verkümmern strahlungsempfindlicher Pflanzen. Die Schadensliste läßt sich nach Belieben fortsetzen.

FCKW beeinflussen nicht die Ozonschicht

Die Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe haben keinen Einfluß auf die Ozonschicht, die sich im oberen Teil der Stratosphäre in 40-50 km Höhe befindet.

Natürliche Veränderungen der Ozonschicht

Die FCKW haben keinen Einfluß auf die Ozonschicht. Was erklärt dann deren Fluktuationen? Um dies zu verstehen, müssen wir uns etwas näher mit den Eigenschaften von Ozon befassen.

Ozon (O3) ist ein Gas, dessen Moleküle aus drei Sauerstoffatomen bestehen. Ozon entsteht durch die Einwirkung der ultravioletten Strahlung der Sonne auf gewöhnlichen Sauerstoff, der aus zweiatomigen Molekülen besteht (O2). Die UV-Strahlung spaltet O2 in einzelne Sauerstoffatome auf, die sich kurzzeitig zu O3-Molekülen verbinden. Mit einer Halbwertszeit von drei Tagen zerfällt Ozon zu gewöhnlichen Sauerstoff. Dabei wird die aufgenommene Sonnenenergie wieder freigesetzt. Auf diese Weise wird circa 96% der schädlichen UV-Strahlung von der Erdoberfläche ferngehalten.

Da die Sonneneinstrahlung für den Ozonaufbau entscheidend ist, ergibt sich je nach Sonnenposition eine unterschiedliche Ozonkonzentration in der Atmosphäre. Am Äquator scheint die Sonne senkrecht auf die Erde. Dort sind die höchsten Ozonwerte zu messen. Je weiter man sich vom Äquator entfernt, um so schräger treffen die Sonnenstrahlen auf die Atmosphäre. Daher steht mit zunehmendem Breitengrad immer weniger Energie für die Ozonbildung zur Verfügung. Aus diesem Grund nehmen die meßbaren Ozonwerte zu den Polen hin ab. Wenn im Dezember die nördliche Hemisphäre, bedingt durch die relative Schrägstellung der Rotationsachse zur Umlaufbahn, am weitesten von der Sonne entfernt ist, ist der Ozongehalt der Atmosphäre über dem Nordpol am geringsten, weil zu dieser Zeit an diesem Ort die Sonneneinstrahlung ihr Minimum hat. Am Südpol tritt dieser Zustand im Juni ein.

Nur die obere Stratosphäre, in einer Höhe von 40-50 km, enthält eine nennenswerte Menge von Ozon. Aber auch in dieser so genannten Ozonschicht beträgt die Ozonkonzentration höchstens 10 ppm (parts per million), das sind 0,001%. Im Prozeß des Ozonaufbaus und -zerfalls werden riesige Energiemengen gebunden und wieder freigesetzt. Das zeigt der Temperaturverlauf in der Stratosphäre. In ihrem unteren Bereich beträgt die Temperatur konstant circa -60 °C. Mit zunehmender Höhe steigt sie kaum merklich an. Innerhalb der Ozonschicht am äußeren Rand der Stratosphäre nimmt sie dagegen schnell zu, um an der oberen Grenze der Stratosphäre, 50 Kilometer über dem Meeresspiegel, fast so hoch zu sein wie auf der Erdoberfläche.

Das von den Grünen entdeckte "Ozonloch" tritt über dem Südpol im antarktischen Winter auf und schließt sich dann wieder. Über dem Nordpol erscheint das "Ozonloch" im Dezember und Januar, um danach wieder zu verschwinden. Diese Schwankungen des Ozongehalts entsprechen den jahreszeitlichen Veränderungen der Sonneneinstrahlung, von welcher der Ozonaufbau abhängt.

Der größte bisher gemessene temporäre Rückgang der Ozonkonzentration betrug 60% bezogen auf das Jahresmaximum. Das bedeutet, daß in der Ozonschicht nicht 10 ppm Ozon vorhanden waren, sondern zeitweilig nur 4 ppm. Das ist kein "Ozonloch", sondern eine vorübergehende Ausdünnung der Ozonschicht. Die irreführende Wortwahl der Grünen zeigt, daß es ihnen nicht um Information, sondern um Panikmache geht. Der Begriff "Ozonloch" gehört in die Waffenkammer des Agit-Prop, nicht aber in eine seriöse Diskussion.

Die Grünen haben keine Erklärung dafür, warum die FCKW ihre Löcher gerade in die Ozonschicht über den Polen fressen, aber den Rest der globalen Atmosphäre verschonen. Nach den Lehrsätzen der Physik müßten sich Gase, die so hoch steigen, vorher gründlich mit den anderen Luftbestandteilen mischen. Ungeklärt bleibt in der grünen Lehre auch, warum das "Ozonloch" über der Antarktis erheblich größer ist, als sein Gegenstück über der Arktis. Dabei wäre es nicht schwierig, den Grund dafür zu finden.

In der Antarktis befindet sich der Mount Erebus, ein 3.800 Meter hoher aktiver Vulkan, der bei seinen Ausbrüchen 100.000 Tonnen Chlorgase pro Jahr in die Atmosphäre schleudert. Wenn nur 10% davon in die Stratosphäre gelangen, würde das ausreichen, um die beobachtete verstärkte Abnahme der Ozonkonzentration über der Antarktis zu erklären.

Die Schwankungen des Ozongehalts der Atmosphäre werden nicht nur von der UV-Strahlung, sondern auch von vielen weiteren Faktoren beeinflußt:

Die Ozonschwankungen haben viele Ursachen, die oft schwierig zu quantifizieren sind. Nur eines ist völlig klar: zwischen Ozon und FCKW gibt es keinen kausalen Zusammenhang.

Ultraviolette Strahlung und Hautkrebs

Die zeitweilige Ausdünnung der Ozonschicht über den Polargebieten bewegt sich innerhalb der natürlichen Schwankungsbreite. Außerhalb der Polargebiete ist keine Ozonabnahme in der Atmosphäre feststellbar. Die auf der Erdoberfläche gemessene UV-Strahlung hat nicht zugenommen. Trotzdem ist es den Grünen gelungen, in der Bevölkerung Angst zu erzeugen. So wird behauptet, daß schon eine Zunahme der kurzwelligen Strahlen um 10% für die Menschheit katastrophale Folgen hätte.

Diese Drohung ist lächerlich, denn die UV-Strahlung nimmt von den Polen zum Äquator um 5.000% zu, da sie maßgeblich vom Einfallswinkel der Sonnenstrahlen abhängt. Eine Zunahme der UV-Strahlung um 10% entspricht einem Standortwechsel in Richtung Äquator um 100 km. Wenn zum Beispiel jemand von Hamburg nach Hannover umzieht, dann steigt seine UV-Belastung um 10%, d. h. um die Größenordnung, vor der die Grünen so heftig warnen.

Häufige Hautkrebsarten, wie der Basalzellenkrebs und das maligne Melanom, werden durch den langwelligeren Anteil des UV-Lichts (UV-A im Bereich von 320-400 Nanometer Wellenlänge) hervorgerufen. Ozon absorbiert aber keine UV-A Strahlung, sondern nur die UV-C Strahlung mit einer Wellenlänge von weniger als 280 nm und die UV-B Strahlung von 280-320 nm. Es gibt deshalb keinen Zusammenhang zwischen der Ozonmenge und den bedeutendsten Hautkrebserkrankungen. Deren Zunahme in den letzten Jahrzehnten erklärt sich durch ein verändertes Freizeitverhalten.

Die Motive der Ozonpolitik

Im Jahr 1985 erklärten die Grünen, daß eine sensationelle Entdeckung gemacht worden wäre: das Ozonloch über der Antarktis. Bereits 1985 wurde eine Konvention der Vereinten Nationen verabschiedet, die als Protokoll von Montreal bekannt wurde. In ihm sagten 49 Unterzeichnerstaaten ein Auslaufen der FCKW-Produktion bis zum Ende des Jahrhunderts zu. Im Jahr 1987 wurde das Protokoll von 36 Staaten signiert und später ratifiziert. Damit verpflichteten sich die Unterzeichnerstaaten, die Produktion von FCKW bis 1999 um 50% zu verringern. Aber schon 1990 wurde das Montreal-Protokoll auf der Londoner Konferenz verschärft. Es wurde beschlossen, bis zum Jahr 2000 die gesamte FCKW-Produktion einzustellen. In der Europäischen Union erreichte man dieses unsinnige Ziel bereits Ende 1994.

Im September 1997 wurde auf einer internationalen Konferenz in Montreal das Verbot des Pilzbekämpfungsmittels Methylbromid vereinbart. Die endgültige Produktionseinstellung ist in den Industrieländern bereits erfolgt, in den Entwicklungsländern soll die Herstellung am 31.12.2014 enden.

Den Bürokraten der Europäischen Union reicht das alles noch nicht. Sie führen einen Kampf gegen alle Halogene (als Halogene bezeichnet man die fünf chemisch einander ähnlichen Elemente Fluor, Chlor, Brom, Iod und Astat). Die EU fordert, das Verbot von teilhalogenierten FCKW (H-FCKW) vom Jahr 2030 auf 2015 vorzuziehen. Dagegen haben die USA Einspruch erhoben, denn dort werden die H-FCKW häufig verwendet. Das Festhalten der USA an den teilhalogenierten FCKW zeigt, daß trotz intensiver Bemühungen noch kein befriedigender Ersatz für die vollhalogenierten FCKW gefunden wurde. Es gibt Ersatzstoffe, die aber nicht so wirkungsvoll, sicher und preiswert sind wie die verbotenen Chemikalien. Die Umstellung der Produktion auf die Ersatzstoffe kostete weltweit mehrere Milliarden Dollar. Die Verbraucher haben letztlich das alles in Form höherer Preise zu zahlen.

Die von den Grünen erzwungene Umstellung der weltweiten Kühltechnologie führt vor allem in den Entwicklungsländern zu einer Verschlechterung der Ernährungslage. Die neuen Kühlmittel sind nicht so leistungsfähig wie die FCKW und sie kosten auch erheblich mehr. Dadurch kann oftmals nicht ausreichend gekühlt werden. Das hat den vorzeitigen Verfall vieler Lebensmittel zur Folge. Es kommt zu mehr Lebensmittelvergiftungen als zur Zeit der FCKW-Technologie. Haben sich die Grünen jemals gefragt, wieviele Todesopfer ihre Verbotspolitik fordert?

Es fällt auf, daß die Entdeckung des "Ozonlochs" und der Beschluß der UNO-Konvention zum "Schutz der Ozonschicht" nahezu zeitgleich im Jahr 1985 stattfanden. Das beweist, daß es der internationalen politischen Klasse nicht auf Beweise in dieser Angelegenheit ankommt. In den wenigen Monaten zwischen der Publizierung der FCKW-Hypothese und den politischen Beschlüssen in dieser Angelegenheit war es unmöglich, die komplexe Frage zu klären, was die Veränderungen der Ozonschicht verursacht. Trotzdem wurden weitreichende Verbote in einem Blitzverfahren beschlossen. Es scheint, als ob die Politiker die Pläne für eine weltweite Chemikalien-Zwangsbewirtschaftung bereits in der Schublade hatten, und nur auf ein Stichwort der Grünen gewartet haben, um schon lange vorher gehegte Absichten zu verwirklichen.

Das läßt erkennen, wer wem in der grünen Bewegung folgt. Es sind nicht die grünen Nichtregierungs-Organisationen (NRO), welche die Politik bestimmen, sondern es sind machthungrige Politiker und Bürokraten, die sich willige NRO als Legitimationskulisse für ihre schon seit langem geplante Politik halten. Es ist die Aufgabe der NRO, das zu fordern, was die politische Klasse sowieso tun will.

Mit der Ozonpolitik kommt das politische Establishment seinem langfristigen Ziel einer Abschaffung der einzelstaatlichen Souveränität näher. Dank der Grünen können die Politiker ihren Absichten eine Rechtfertigung geben: die Ozonlöcher bedrohen die gesamte Menschheit; der Schutz der globalen Ozonschicht ist ein globales Problem, das eine globale Lösung erfordert. Diese besteht in einer globalen Chemikalienzwangsverwaltung, die eine gute Einübung auf die ersehnte Weltregierung ist.

Aus der Ozonkampagne können wir noch etwas lernen. In ihr betrat ein Akteur die politische Bühne, den es vorher, zumindest in dieser Häufung, noch nicht gegeben hatte. Es ist der Wissenschaftler, der mit seinen öffentlichen Äußerungen eine politische Agenda verfolgt. Diese Aktivisten im Professorenamt sind parteiisch, ohne das offen zu bekennen. Sie kommen wunderbarerweise immer nur zu solchen Erkenntnissen, die ihren politischen Absichten nützlich sind. Im Kampf um die öffentliche Meinung haben die Polit-Wissenschaftler eine entscheidende Bedeutung, da der Durchschnittsbürger ihnen mehr vertraut, als Politikern oder Journalisten. Es versteht sich von selbst, daß so viel politisches Engagement von der politischen Klasse belohnt wird.

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